Wir Kinder aus dem Möwenweg

Autoren
Illustrator
Katrin Engelking
Verlag
Oetinger Verlag

Zusammenfassung zu “Wir Kinder aus dem Möwenweg”

In diesem ersten Band der Möwenweg-Reihe zieht die Hauptperson, Tara, mit ihren Eltern und ihren beiden Brüdern Petja und „Maus“ in ein Reihenhaus im Möwenweg. Nach und nach werden auf den ersten Seiten die anderen Bewohner mit ihren Kindern vorgestellt: Tieneke mit ihren Eltern (ein Mädchen in Taras Alter, das ihre beste Freundin wird), die Brüder Vincent und Laurin, die sich mit Taras Bruder Petja anfreunden, Jul und Fritzi sowie das mürrische Ehepaar Voisin.

Die Kinder bilden eine Bande, die „Seven Cool Kids“ mit Maus als Ehrenmitglied und erleben zahlreiche kleine und große Abenteuer. Sie kommen in einer neue Schule und sie bekommen neue Nachbarn: das ältere Ehepaar Kleefeld, das die Kinder zum Pfannkuchen-Essen einlädt und sich als freundlicher entpuppt als erwartet. Die Erwachsenen bauen einen Zaun und säen gemeinsam einen Rasen; nur Voisins lassen ihren Zaun bauen und bestellen Rollrasen. Überhaupt verderben sie den Kindern den Spaß, denn diese dürfen nicht durch ihren Garten laufen und müssen so außen herum, wenn sie sich besuchen wollen. Es gibt aber dennoch genug zu erleben und entdecken: die Kinder machen ein Picknick im Garten und eine Farradtour und eröffnen einen Imbiss an der Straße mit eisgekühltem Früchtetee und Eis aus der Eismaschine. Sogar einen „Verbrecher“ jagt die Bande, als sie entdecken, dass Herr Voisin in seiner Garage viele gleiche Kartons aufbewahrt und die Kinder vermuten, er müsse ein Krimineller sein. Sie beschatten ihn, bis die Erwachsenen ihnen auf die Schliche kommen und ihnen verbieten Herrn Voisin zu verfolgen und zu „beschatten“.

Wichtige Charaktere

  • Tara
  • Taras Brüder Petja und „Maus“
  • Tieneke
  • Vincent und Laurin
  • Jul und Fritzi
  • Herr und Frau Voisin
  • Taras Eltern
  • Tieneckes Eltern
  • Vincent undLaurins Mutter
  • Jul und Fritzis Eltern
  • Oma und Opa Kleefeld

Zitate

„Mit einem Strohhalm drin sieht ein Glas immer gleich viel sommerlicher aus, finde ich.“

„Da standen sieben Leute an unserem Zaun und haben unseren Tee getrunken und unser Eis gelutscht, und ich habe gedacht, dass ich später bestimmt mal ein Restaurant aufmache. Oder eine Eisdiele. Eigentlich wolllte ich ja immer Tierärztin werden, aber da wusste ich ja noch nicht, wie viel Spaß es macht, wenn man Getränke und Eis verkauft.“

„Ist jemand schon mal an einem Sommermorgen mit dem Fahrrad durch die Felder gefahren, wenn die Luft noch ein winziges bisschen kühl ist und die Vögel ihre Morgenlieder zwitschern und oben am Himmel die Sonne darauf wartet, alles richtig durchzuwärmen? Ich weiß gar nicht, ob es viele Sachen gibt, die ich noch schöner finde. Aber das geht mir natürlich oft so.“

Alle Bände der Reihe

Wir Kinder aus dem Möwenweg
Sommer im Möwenweg
Geburtstag im Möwenweg
Weihnachten im Möwenweg
Ein neues Jahr im Möwenweg
Geheimnis im Möwenweg
Ostern im Möwenweg

Persönliche Bewertung

Kinderbuchidylle im Stil von Astrid Lindgren, sprachlich jedoch weniger brillant als diese.

4 von 5

Bei einem Vergleich mit Astrid Lindgren, einer der besten und beliebtesten Kinderbuchautorinnen der Welt liegt die Messlatte natürlich entsprechend hoch. Kaum glaubt man, dass die geweckten Erwartungen erfüllt werden können. Der erste Band der Reihe enttäuscht dann zwar auf sprachlicher Ebene, die Geschichten können es im Großen und Ganzen doch fast mit einer Astrid Lindgren aufnehmen. Scheinbare Banalitäten werden so zauberhaft erzählt, dass sie die Idylle unterstreichen und nicht langweilen. Kritisch anzumerken ist, dass Kirsten Boies Sprache an Astrid Lingdrens simple aber dennoch großartige und auf den Punkt gebrachte Sprache nicht heranreicht. Hier und da werden moderne Ausdrücke eingeflochten, die den Leser eher verärgern und die Idylle stören – „geil“ und „Weiber“ sind einfach keine passenden Ausdrücke für solch ein Kinderbuch. Auch grammatikalisch ist es manchmal etwas unterirdisch – das jedoch soll wohl Absicht sein, denn die Geschichte wird von dem Mädchen Tara erzählt. Trotzdem, nicht unbedingt geeignet, Kindern eine korrekte Sprache beizubringen. Davon abgesehen ein Buch, das seinen Zauber entfaltet und Lust auf die weiteren Teile der Reihe weckt. (Als Altersangabe wird 8 bis 10 angegeben, jedoch kann das Buch auch gut Kindern ab 6 Jahren vorgelesen werden.)

ISBN10
3789131385
ISBN13
9783789131387
Dt. Erstveröffentlichung
2000
Gebundene Ausgabe
144 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 8 Jahren