Wer fängt den Fisch?

Eine turbulente Verfolgungsjagd

Autoren
Illustrator
Laurent Moreau
Verlag
Gerstenberg Verlag

Zusammenfassung zu “Wer fängt den Fisch?”

Die Geschichte „Wer fängt den Fisch“ startet mit einem Bild auf dem ein Haus, ein Baum, eine Straße, ein Vögelchen mit einem Fisch im Schnabel, ein Mann auf einem Fahrrad mit einer Angel, und ein paar Blümchen zu sehen sind. Auf dem nächsten Bild sind schon mehr Häuser, mehr Menschen, mehr Bäume, mehr Blumen, ein Bus, eine Gießkanne, ein Tisch und wieder das Vögelchen mit dem Fisch und der Angler mit dem Fahrrad zu sehen. Auf der nächsten Seite ist man schon mitten in einer kleinen Stadt. Es gibt einen Fischladen, einen Friseur, einen Mann, der Pfeife rauchend auf dem Balkon steht, Blumentöpfe hinter Schaufensterglas und den Mann mit dem Fahrrad und der Angel, und das Vögelchen mit dem Fisch im Schnabel zu sehen, und noch vieles mehr, wie das so ist in einer kleinen Stadt. Im nächsten Bild gibt es sogar einen Unfall am Platz der Stadt zu bestaunen, der Mann mit dem Fahrrad und der Angel geht ins Kaffee und das Vögelchen mit dem Fisch im Schnabel sitzt auf einem Dach. Auf diesem Bild gibt es sogar noch mehr Vögel. Das nächste Bild ist abenteuerlich, aus Sicht des Vögelchens, denn es verliert seinen Fisch aus dem Schnabel. Wo ist der Fisch? Der Mann mit dem Fahrrad und der Angel nähert sich – Bild für Bild – langsam dem Meer. Das Vögelchen, ohne Fisch im Schnabel fliegt – von Bild zu Bild – mit. Unterwegs gibt es noch viel zu erleben. Und wer fängt am Ende den Fisch?

Persönliche Bewertung

Nur für fantasievolle Menschen - Ein Buch dass ohne Worte auskommt, und doch viele Geschichten erzählt!

4 von 5

Ein Buch, in dem es keine Worte gibt. Das ist selten und wirkt im ersten Moment total irritierend. Man muss von der ersten Seite an sehr genau hinschauen, um in die Geschichte einzusteigen, denn der kleine Vogel mit dem Fisch im Schnabel, um den sich die ganze Geschichte dreht, will erst einmal entdeckt werden. Ist das gelungen, ziehen einen die komplexen Strichzeichnungen schnell in ihren Bann. Man begibt sich durch eine kleine Stadt am Meer, in der allerhand Aufregendes passiert. Und dabei werden tatsächlich Geschichten erzählt. Das funktioniert mit und durch die eigentlich ganz einfach aussehenden Strichzeichnungen von Laurent Moreau. Obwohl in einem ganz anderem Stil gehalten, lässt sich dieses Buch mit den bekannten Wimmelbüchern von Ali Mitgutsch oder Rotraud Susanne Berner vergleichen – wenngleich der Zeichenstil von Laurent Moreau ein wenig mehr auf Erwachsene als Kinder zielt.

Fazit

In ein Buch von Ali Mitgutsch oder Rotraud Susanne Berner versenken die Kinder sich von ganz alleine, dieses Bilderbuch hingegen bekommen sie lieber erzählt.

Originaltitel
Jour de pêche
ISBN10
3836952939
ISBN13
9783836952934
Dt. Erstveröffentlichung
2011
Gebundene Ausgabe
32 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 3 Jahren

Eine Antwort zu
Wer fängt den Fisch?

  1. Tim

    Lei­der ist die­ses Buch das bis­her ein­zi­ge in Deutsch­land erschie­ne­ne von Lau­rent Moreau, in Frank­reich hat er bereits meh­re­re inter­es­sant aus­se­hen­de Bücher ver­öf­fent­licht. „Wer fängt den Fisch“ ist in jedem Fall eine Berei­che­rung für den deut­schen Markt, ist dies doch ein Wim­mel­buch, was gera­de durch die Reduk­ti­on sei­ner Far­ben ins Auge sticht. Es ist fazi­nie­rend zu sehen, wie span­nend ein Buch ohne Wor­te sein kann. Genau das rich­ti­ge für reg­ne­ri­sche Tage und Lan­ge­wei­le im Kin­der­zim­mer!

    Ent­ge­gen der Rezen­sen­tin sehe ich die­ses Buch durch­aus als Chan­ce für Kin­der, die noch nicht lesen kön­nen, sich ohne die Hil­fe der Eltern mit ihm zu beschäf­ti­gen. Gera­de der feh­len­de Text bie­tet dies an. Zuge­ge­ben ist es gar nicht so ein­fach auf der tur­bu­len­ten Fahrt durchs Dorf­le­ben zum Strand den Über­blick zu behal­ten, Moreau hat die Bil­der jedoch wohl durch­dacht kon­zi­piert und ver­bin­det die Haupt­ge­schich­te durch die roten Farb­ak­zen­te bei Möwe und Mann. Beson­ders der Gegen­satz zwi­schen Beginn, Fahrt durchs Dorf und den letz­ten drei Sei­ten auf denen die Geschich­te die ent­schei­den­de Poin­te bekommt, las­sen einen an die eige­nen Fahr­ten, z.B. zur Arbeit den­ken, auf denen auf dem Rad durch die Stadt auch so eini­ges pas­siert…

    Sehr vie­le komi­sche Situa­tio­nen und Geschich­ten las­sen sich in die­sem span­nen­den Buch auf­spü­ren. Beson­ders amü­sant waren die rot über­mal­ten Köp­fe der wüten­den Men­schen. Durch die vie­len Weiß­flä­chen könn­te es durch­aus sein, dass sehr krea­ti­ve Kin­der die Bunt­stif­te zur Hand neh­men und ihr Buch zum Uni­kat machen. Zwar ist es für kri­ti­sche Leser schön zu sehen, dass am Ende die Möwe gewinnt und dass durch einen Unfall Zir­kus­tie­re wie die lie­bens­wer­ten Pin­gui­ne die Frei­heit erlan­gen (wenn auch am fal­schen Ort), doch hat der Autor und Illus­tra­tor lei­der nicht erkannt, dass Tie­re grund­sätz­lich nichts im Zir­kus zu suchen haben – denn die­ser baut trotz Unfall am Ende des Buchs am Ran­de des Dorfs sei­ne Zel­te auf…