Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen

Autoren
Illustrator
Kathrin Schärer
Verlag
Beltz und Gelberg

Zusammenfassung zu “Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen”

Der Titel dieses Bilderbuches verrät bereits, was in der Geschichte passiert. „Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen“ hält genau diese ungewöhnliche Situation bereit.
Ein kleiner, verirrter Hase trifft nachts auf seinen ärgsten Feind – den hungrigen Fuchs. Für gewöhnlich wäre die Geschichte hier bereits zu Ende, aber der kleine Hase ist glücklicherweise clever. Er belehrt den Fuchs: „dass dies der Ort ist, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen.“ Und folgerichtig hat der Fuchs nun erst mal ein paar Aufgaben zu erledigen, bevor er den kleinen Hasen verschlingen kann. So folgt auf das Gute Nacht sagen, die Gute Nacht Geschichte, das Zubettbringen und selbstverständlich ein Gute Nacht Lied. Ganz entscheidend bei diesem Spiel des Zeitschindens ist, wer von den beiden zuerst einschlummern wird. Und da wir es in dieser Geschichte ja mit einem cleveren, kleinen Hasen zu tun haben, ist bereits verraten, wer als Erstes ins Traumland entschwinden wird…

Wichtige Charaktere

  • der kleine Hase
  • der hungrige Fuchs

Zitate

„’HALT! NICHT FRESSEN!‘ ruft der kleine Hase. ‚Weißt du nicht, dass das hier ein Ort ist, wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen?‘
‚Gute Nacht!‘ sagt der Fuchs und sperrt sein großes Maul auf.“

„Der Fuchs seufzt und beginnt zu singen und zu summen, zu murmeln und zu brummen, leiser, immer leiser – und schläft ein.“

Links

Leseprobe (PDF) beim Verlag

Persönliche Bewertung

Eine amüsante Geschichte übers Zeitschinden zum In-den-Schlaf-Geleiten!

5 von 5

Dieses Bilderbuch lebt von den wunderschönen, stimmungsgeladenen Illustrationen von Kathrin Schärer. Ausdrucksstark und liebevoll zeichnet sie Fuchs und Hase voller Persönlichkeit aufs Papier. Das Minenspiel der Beiden weiß die Illustratorin dabei prächtig in Szene zu setzen und lässt den Tieren dafür bewusst viel Platz auf ihren Bildseiten.
In einem Moment gruselt man sich noch vor den scharfen Zähnen und dem entsetzlichen Maul des Fuchses, um im Nächsten schon dem Hasen bei seinem schelmischen Treiben amüsiert zuzuschauen. Schärer fängt die abstruse Situation, in der Fuchs und Hase stecken, mit viel Humor und Komik ein.
Seite für Seite fiebert man als Leser mit dem kleinen Hasen mit. Ob es ihm wohl gelingen mag, den Bösewicht zu überlisten? Und freut sich schließlich diebisch, als der Fuchs schnarchend und mit weit aufgesperrtem Maul vor der Hasenhöhle liegt.
Ein bisschen fühlt man sich, wie in einer Tierfabel – doch der schlaue und hinterlistige Reineke Fuchs hat diesmal das Nachsehen. Vom vorlauten, aber ganz und gar nicht ängstlichen Hasen, wird er dabei kräftig an der Nase herumgeführt. Der mutige Hase bleibt aber seinen eigenen Spielregeln treu, denn „an dem Ort wo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen“ sind die üblichen Gesetze zwischen Hase und Fuchs außer Gefecht gesetzt. Und so darf der Hasenpapa auch nicht seine Keule über dem schlafenden Fuchs schwingen, sondern wird der Störenfried gemeinschaftlich vor die Höhle getragen.
Klein und Groß freuen sich über die klassische Moral der Geschichte – nämlich das der Größere nicht zwangläufig der Gewinner sein muss.

Fazit

„Wenn Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen“ ist eine bezaubernde Geschichte zur Nacht, die das Potenzial hat ein fester Bestandteil des abendlichen Zu-Bett-Geh-Rituals zu werden. Für den kleinen Zuhörer ganz sicher ein wunderbarer Abschluss nach einem langen Tag!

ISBN10
3407761082
ISBN13
9783407761088
Dt. Erstveröffentlichung
2004
Broschierte Ausgabe
32 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 4 Jahren