Vegan: Tut gut – schmeckt gut!

Autoren
Verlag
Dorling Kindersley Verlag

Zusammenfassung zu “Vegan: Tut gut – schmeckt gut!”

„Vegan: Tut gut – schmeckt gut!“ ist das zweite Kochbuch von Jérôme Eckmeier und der Nachfolger des „Rock’n’Roll Veganer Kochbuchs„, das ein Jahr vorher bei compassion media erschien. Da Eckmeier lange Chefkoch des VEBU (des Vegetarierbunds Deutschland) war, beginnt dieses Kochbuch mit einem Vorwort von Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU. Daran schließt sich die „Top Ten der Veggie-Community“ an, die zehn beliebtesten Gerichte mit Seitenzahlen zu den Rezepten, ermittelt von Jérôme Eckmeier und dem VEBU. Unter der Überschrift „Meine vegane Küche“ gibt es anschließend auch eine Einführung des Autors selbst. Hier ist zum Beispiel zu lesen, worauf er in seinen Rezepten Wert legt. Auf der gegenüberliegenden Seite finden sich außerdem Tipps, welche Rezepte sich besonders gut für Kinder eignen, versehen mit einem Hinweis zu gesundheitlichen Aspekten der veganen Kinderernährung – als fünffacher Vater hat Eckmeier hierbei Erfahrung.

Der Rezeptteil untergliedert sich in fünf Kapitel. Das erste, „Vegan To Go“, enthält schnelle Gerichte, die sich gut für die Mittagspause, das Picknick oder einfach für das schnelle Mahl zu Hause oder im Büro eignen. Im zweiten Kapitel, „Lieblingsgerichte veganisiert“, gibt es Hauptgerichte, die der gelernte Koch aus konventionellen Gerichten mit Fleisch, Fisch, Milchprodukten und Eiern zu tierfreundlichen Rezepten abgewandelt hat. Die Speisen im dritten Kapitel, „Wenn die Kasse knapp ist“, legen den Fokus auf einfache und vergleichsweise günstige Rezepte, während sich die Gerichte des vierten Kapitels unter der Überschrift „Wenn Sie beeindrucken wollen“ für Parties, die Bewirtung von Gästen und besondere Gelegenheiten eignen. Im fünften Kapitel schließlich gibt es „Süße Sachen“, also süßes Gebäck und Desserts. Jedes Rezept besteht jeweils aus einem ganzseitigen Farbfoto, einer Zutatenliste, nummerierter Anleitung sowie der Angabe von Portionsanzahl und Zubereitungszeit. Zwischen den Kapiteln finden sich außerdem weitere Tipps für Anfänger. Im Anhang des Buches gibt es Grundrezepte von Béchamelsauce über Sour Cream bis hin zu Pitabrot und BBQ-Sauce à la Jérôme Eckmeier, außerdem Hinweise zum veganen Grillen, eine Auflistung von den wichtigsten Zutaten des veganen Vorratsschranks und Ersatzprodukten. Das alphabetische Rezeptregister bildet den Abschluss des Buches.

Auszug aus den Rezepten

Vegan Tuna-Sandwich
Knusprige Kräuterrösti mit Sour-Cream-Dip
Waldorfsalat
Königsberger Klopse nach Opas Art
Türkische Pizza
„Matjes“ mit Petersilienkartoffeln
Labskaus
Topinambur-Kartoffel-Pfanne mit Mandelmus überbacken
Safranrisotto mit gebratenen Steinpilzen
Möhrenspaghetti mit milder Chili-Vanille-Sauce
Süße Pommes mit Himbeerketchup
Macadamia-Brownies

Rezeptbilder der nachgekochten Gerichte

Himbeertrifle aus dem Kochbuch "Vegan: Tut gut, schmeckt gut" von Jérôme Eckmeier
Himbeertrifle mit Seidentofu und Zwieback

Vanillemuffins aus dem Kochbuch "Vegan: Tut gut, schmeckt gut" von Jérôme Eckmeier
Vanillemuffins mit Schokoraspeln

Karotten-Ingwer-Suppe aus dem Kochbuch "Vegan: Tut gut, schmeckt gut" von Jérôme Eckmeier
Möhren-Ingwer-Suppe

Links

Leseprobe beim Verlag
Blog des Autors
YouTube-Videos des Autors
Jérôme Eckmeier im Buchhexe-Interview

Persönliche Bewertung

Attraktive, bodenständige vegane Küche vom Profikoch

5 von 5

Bei der Abstimmung zum „Kochbuch des Jahres“ vom VEBU belegte „Vegan: Tut gut, schmeckt gut“ zwar leider nur den zweiten Platz, doch jenseits von Sympathien, weit verbreiteter Fanbegeisterung und anderen subjektiven Beurteilungen steht fest: Jérôme Eckmeier ist ein Profi. Durch seine Ausbildungen zum Koch und zum Lebensmitteltechniker hebt er sich von anderen populären veganen Köchen und Köchinnen ab. Und noch etwas unterscheidet dieses Buch von vergleichbaren Exemplaren: Eckmeier legt keinerlei Wert auf Selbstdarstellung, ihm geht es in seinem Kochbuch um Inhalte, um Rezepte und um die Vermittlung der veganen Lebensweise. Konsequenterweise findet sich daher ein einziges Foto des Autors im Buch und nur eine sehr knappe Biografie auf der letzten Seite.

Die Rezeptfotos sind sehr ansprechend und professionell, das Layout modern und attraktiv. Zutatenlisten und Anleitungen sind verständlich und übersichtlich – und die kleinen Fehler, die es noch gibt, werden sicherlich in einer Folgeauflage ausgemerzt. Positiv ist die Angabe von Zubereitungszeiten als grobe Einschätzung des Aufwands – einige Zeiten erscheinen sehr sportlich, doch dieses Problem ist praktisch in jedem Kochbuch festzustellen, das Zeiten angibt. Zu unterschiedlich ist das persönliche Tempo, zu verschieden sind Herde und Backöfen. Für eine Einschätzung helfen Zeitangaben dennoch.

Eckmeier schreibt selbst, dass er auf „Angeberzutaten“ verzichtet, und das ist gut so! Bodenständige allgemein bekannte Grundnahrungsmittel, ergänzt mit der einen oder anderen speziellen aber leicht erhältlichen Zutat der veganen Küche wie Sojajoghurt, Hafer- oder Sojasahne, genügen dem gelernten Koch, um daraus eine große Vielfalt an Gerichten für jeden Geschmack zu zaubern. Hier und dort verwendet er veganen Käse, wer den jedoch nicht kaufen oder bestellen möchte, kann ihn durch das Grundrezept für Nusskäse aus dem Anhang des Buches ersetzen. Viele Rezepte verwenden Wein als Zutat; wer nicht mit Alkohol kochen darf oder möchte, kann ihn problemlos ersetzen. (Hier wären jedoch Tipps vom Profi über einen adäquaten Ersatz hilfreich gewesen, wie es in einem Rezept der Fall ist.)

Ebenso praxisnah wie die Auswahl seiner Zutaten ist die Unterteilung der Rezepte in Kapitel – die schnellen Rezepte sorgen für alltagstaugliche Gerichte, die das Argument „keine Zeit für vegane Ernährung“ entkräften, die günstigen Rezepte zeigen, dass vegan nicht teuer sein muss, mit den „veganisierten“ Gerichten zeigt Eckmeier, dass vegan lebende Menschen auf kaum etwas verzichten müssen und die Gerichte zum Beeindrucken sowie die Süßspeisen beweisen, dass vegane Ernährung keine Askese bedeutet, jenseits von Fitness- und Gesundheitswahn gibt es bewussten Genuss auf hohem Niveau!

Die ausprobierten Rezepte (zwei Suppen, zwei Hauptgerichte sowie zwei Nachspeisen) waren ausnahmslos sehr überzeugend und bestätigen, dass dieses Buch unbedingt auf die Buchhexe-Liste der empfehlenswerten veganen Kochbücher gehört!

Fazit

Vielseitige Rezepte – machbar, bodenständig und fachlich fundiert. Ohne „Angeberzutaten“ und ohne Selbstdarstellung. Das zweite Kochbuch des gelernten professionellen Kochs Jérôme Eckmeier ist ein Highlight unter den veganen Kochbüchern, sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene!

ISBN10
3831024499
ISBN13
9783831024490
Dt. Erstveröffentlichung
2013
Gebundene Ausgabe
192 Seiten

Du hast dieses Buch auch gelesen? Schreib uns deine Meinung dazu!

Deine Bewertung