Spinnen haut ab!

Autoren
Illustrator
Roland Garrigue
Verlag
Süddeutsche Zeitung Edition
Anspruch
4 von 5
Humor
5 von 5
Lesespaß
5 von 5
Schreibstil
4 von 5
Spannung
5 von 5

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Zusammenfassung zu “Spinnen haut ab!”

Viele Kinder haben Angst vor Spinnen, so auch die im vorliegenden Buch. Es scheint in jedem Winkel des Zimmers eine Spinne ihr Netz zu spinnen, vor der man sich zuerst einmal auf einen Hocker retten muss, um dann zum Gegenangriff übergehen zu können. Mit einer Vielzahl an Taschenlampen bewaffnet, kann man die Spinnen erschrecken und sie in ihre finsteren Ecken zurückdrängen. Nur leider bleiben sie da nicht lange, und so braucht es mehr Tipps, um der Spinnnen-Plage bzw. seiner Spinnen-Phobie Herr zu werden…

Zitate

„Spinnen sind scheußliche Viecher,
schwarz und haarig, überall Beine, schrecklich!
Mann muss sie nur zu Gesicht bekommen,
schon möchte man sie am liebsten
vernichten…“

„Die beste Art, dich von diesen ekligen Spinnen zu befreien, ist, überall mit dem Staubsauger herumzufuchteln. Der wird sie eine nach der anderen schlucken.“

Alle ins Deutsche übersetzte Titel der Reihe

Spinnen haut ab!
Drachen haut ab!
Gespenster haut ab!

Links

Leseprobe beim Verlag

Persönliche Bewertung

Eine herrlich schräg illustrierte 'Spinnologie'

5 von 5

Viele Kinder und Erwachsene haben Angst vor Spinnen und reagieren panisch bis hysterisch, wenn ihnen eine über den Weg läuft oder sie eine in ihren eigenen sicher geglaubten vier Wänden entdecken. Und aus einer werden schnell mehrere, plötzlich fängt es an zu kribbeln und man meint, die vielbeinige Invasion sei bereits bis auf die eigene Haut vorgedrungen. Das Bilderbuch „Spinnen haut ab!“, eines von drei ins Deutsche übersetzen Büchern der Reihe, nimmt sich dieses Themas auf erfrischend schräge Weise an, was nicht zuletzt an den Illustrationen von Roland Garrigue liegt. Sein Stil, der an den Roald Dahl-Illustrator Quentin Blake und ein wenig an Anke Kuhl erinnert, passt perfekt zur dargestellten übertiebenen Angst vor Spinnen. Skurril und äußerst amüsant erweckt er die Spinnen, Menschen und eine korpulente Katze, die Ähnlichkeit mit einem Waschbären besitzt, zum Leben. Dabei gibt es auf den Bildern weitaus mehr zu sehen, als im Text zu lesen ist. Z.B. eine von einem behelmten fahnenschwenkenden General angeführte Spinnenarmee oder ein winterliches mit Eiszapfen zugefrorenes Zimmer, in dem die Spinne wütend ihr Köfferchen packen muss.

Neben den Illustrationen überzeugt aber auch der Text mit seiner kreativen Art, Tipps gegen Spinnen zu geben. Ob radikal mit einem Staubsauger oder Haarspray gegen die Tiere vorzugehen oder auf altmodische Weise durch das Verteilen von Kastanien, die sich noch in ihrer Schale befinden, Spinnen zu vertreiben, es gibt viel zu lachen in diesem Buch, welches ironisch mit der Angst vor Spinnen umgeht. Dabei stehen vor allem die Ratschläge im Fokus der Geschichte, die Kinder bleiben bewusst namenlos. Bis zum Schluß reiht sich ein Tipp an den anderen, und es bleibt äußerst kurzweilig. Das Beste aber an diesem Buch, ist, dass am Höhepunkt des Spannungsbogens, am Ende des Buchs, durch einen Perspektivwechsel eine überraschende Wende herbeigeführt wird. Auf dankbar unpädagogische Weise wird eine Lanze für die Spinnen gebrochen und so vielen Tieren hoffentlich das Leben gerettet, wenn Menschen verstehen, welche Funktion Spinnen in der Natur haben.

Fazit

Ein überaus humorvoller, schräger und nicht vermutet lehrreicher Ratgeber für alle Spinnenhasser oder -liebhaber, der Lust auf die weiteren bereits übersetzten Bände der Reihe macht. Bleibt nur zu hoffen, dass die Süddeutsche Zeitung Edition auch die weiteren Bände zu den Themen Dinosaurier, Piraten, Oger, Wölfe, Hexen, Vampire, Monster und Albträume übersetzen lässt. Sogar ein Pop-up Buch gibt es in Frankreich bereits…

Originaltitel
Comment ratatiner les araignées?
ISBN10
3864971330
ISBN13
9783864971334
Dt. Erstveröffentlichung
2013
Gebundene Ausgabe
32 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 3 Jahren