Schnüffelnasen auf Schatzsuche

Autoren
Illustrator
Daniel Napp
Verlag
Thienemann Verlag
Anspruch
5 von 5
Humor
4 von 5
Lesespaß
5 von 5
Schreibstil
4 von 5
Spannung
5 von 5

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Zusammenfassung zu “Schnüffelnasen auf Schatzsuche”

Nach ihren Abenteuern in New York sind die beiden „Schnüffelnasen“ Hubertus und Pock endlich wieder zu Hause in ihrem „Krokodil“, der roten ausrangierten Lok. Lange hät die Ruhe jedoch nicht an, denn sie bekommen Besuch vom Raben Kröckel, der ihnen eine Nachricht von Pocks Schwester Tippi überbringt. Kröckel erzählt ihnen vom IBInet, dem geheimen Nachrichten-Netzwerk der Vögel, über das sich Nachrichten verschicken lassen und Neuigkeiten rund um die Welt geteilt werden. Daneben gibt es außerdem die EULda, die Eulendatenbank, in der alle wichtigen Nachrichten gespeichert und über Generationen von Eulen weitergegeben werden. Tippi schreibt ihrem Bruder also mit Hilfe des IBInets, dass es auf Burg Veiting, wo sie mit ihren anderen 207 Brüdern wohnt, spukt. Sie bittet Pock, zu ihr zu kommen und ihr zu helfen.

Pock und Hubertus machen sich also mit ihrer Lok auf den Weg zur Burg. Doch Veiting sieht gar nicht wie eine richtige Gruselburg aus, denn das Gebäude wird gerade saniert, und so ist der Großteil eingepackt und von Gerüsten verdeckt. Hubertus freundet sich mit Hannah an, die regelmäßig Führungen in der Burg veranstaltet, und gelangt auf diesem Weg ins Innere. Als sie Tippi in ihrer Wohnung, einem alten Bärenfell, gefunden haben, schmieden sie einen Plan: Sie wollen sich auf die Lauer legen, um sich das Gespenst selbst anzusehen. Als sie es beim Einstieg beobachten, stellen sie fest: Es handelt sich nicht um einen Geist, sondern um einen Einbrecher, doch was sucht der jede Nacht in der Burg?

Wichtige Charaktere

  • Hubertus, der Hund
  • Pock, der Floh
  • seine Schwester Tippi und seine 207 Brüder
  • Kröckel, der Rabe
  • Hannah
  • Dr. Losos
  • Team Alpha 3

Zitate

„Hannah führte sie von einer düsteren Stube zur nächsten, zeigte ihnen eine kleine Kapelle und erklärte ihnen, wie früher mit den grün gekachelten Öfen geheizt worden war. Pock lernte, dass der Wachturm damals Bergfried genannt worden war. Und Hubertus staunte über die alten Bücher in der Bibliothek, die von Hand geschrieben waren. Ein Japaner fragte nach einer geheimen Grabkammer, in der ein Schart versteckt sein sollte. Aber Hannah antwortete, die Geschichte von Gunderams Schatz wäre nur eine alberne Legende. Zumindest hatte bis jetzt niemand Irmels Grabkammer finden können.“

„Kurz nach Mitternacht polterten Schritte über das Baugerüst. Schnell kroch Tippi, so tief sie konnte, in Hubertus‘ Gehörgang hinein. Hubertus hielt den Atem an … ein schwarzer Schatten mit einem leuchtenden Auge stieg durch das Fenster ein. Schlich durch die Stube. Verschwand hinter der Tür, die in die dunkle Treppenhalle führte.

Alle Bände der Schnüffelnasen

Schnüffelnasen an Bord
Schnüffelnasen auf Schatzsuche
Manege frei für die Schnüffelnasen

Persönliche Bewertung

Eine turbulente Schatzsuche dreier eigenwilliger tierischer Helden

5 von 5

Eines fällt in diesem zweiten Band schnell auf: Durch die Einführung des Raben Kröckel weist diese Geschichte deutlich mehr Pepp auf als der erste Band. Ebenfalls begeistern so kreative Schöpfungen wie das IBInet und die EULda. Junge Leser können in diesem Band einiges Neues lernen: über die Burg, über die Entschlüsselung von Geheimschriften oder über die Bürokratie, die Dr. Losos erst dazu bringt, auf eigene Faust den Schatz zu suchen. Vorn und hinten im Vorsatz gibt es zudem eine Übersicht über die Burg zu sehen, in der die Holzbrücke, das Torwachhaus, der Wehrturm, die Schreibstube, die Bibliothek und das Verlies bezeichnet sind. Zusätzlich lernen Kinder die wichtige Lektion, dass wer nett und gut erscheint, dies nicht immer auch sein muss, denn manchmal führen auch scheinbar nette Menschen Böses im Schilde. Pocks Perspektive verleiht der Geschichte außerdem einen weiteren Blickwinkel.

Die einzelnen Kapitel, in die die Geschichte unterteilt wurde, weisen eine gute Länge zum Vorlesen auf. Die unheimlichen, jedoch nicht all zu schaurigen Kulissen der nächtliche Burg, des Brunnens und der Grabkammer sollten den meisten Kindern der Zielgruppe keinen zu großen Schrecken einjagen, allzu ängstlich sollten Kinder jedoch nicht sein, denn die Kulissen sind zum Teil durchaus gruseliger als im ersten Band. Die Geschichte endet mit einer spannungsvollen Wendung, die jedoch im Vergleich zum ersten Band recht ähnlich ausfällt.

Gekonnt zeichnet Daniel Napp seine Charaktere. Besonders die Gesichtsausdrücke sind sehr gelungen und unterstreichen die Handlung, ebenso die wunderschönen Landschaften in Aquarell. Zwar wirken die Illustrationen recht einfach mit ihren wenigen Strichen, doch das Können des Illustrators zeigt sich in seiner realistischen Darstellung der Schatten und Spiegelungen.

Fazit

Die Figur des gewitzten Raben Kröckel, kreative Adaptionen aus der Menschenwelt sowie einige lehrreiche Informationen für die jungen Leser in Kombination mit Daniel Napps gekonnten Illustrationen machen dieses Buch zu einer sehr unterhaltsamen empfehlenswerten Lektüre ab 6 Jahren.

ISBN10
3522182189
ISBN13
9783522182188
Dt. Erstveröffentlichung
201
Gebundene Ausgabe
128 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 6 Jahren

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