Rico, Oskar und die Tieferschatten

Autoren
Illustrator
Peter Schössow
Verlag
Carlsen Verlag

Zusammenfassung zu “Rico, Oskar und die Tieferschatten”

Rico ist ein „tiefbegabtes“ Kind und geht zur „Förderanstalt“. Seine Mutter arbeitet als Bardame in einem Bordell, der Vater ist schon länger tot. Rico kann sich schlecht Dinge merken, wenn er sich aufregt, geht in seinem Kopf die „Bingomaschine“ an und es fühlt sich an, als wirbelten viele bunte Kugeln durcheinander, sodass er keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Er vergisst auch oft Dinge, sie fallen einfach aus seinem Kopf heraus, nur leider kann er vorher nie wissen, wo etwas rausfallen wird. Im Haus kennen ihn alle und mit einigen ist er sogar ein wenig befreundet – mit Frau Dahling sieht er zusammen fern und auch die Studenten lassen ihn manchmal in ihre neue Wohnung. Richtige Freunde hat Rico sonst nicht, denn für ein „tiefbegabtes“ Kind ist es nicht einfach Freunde zu finden. Da lernt er den hochbegabten Jungen Oskar kennen und freundet sich mit ihm an. Doch dann verschwindet Oskar und Rico kennt nicht einmal seine Adresse oder seinen Nachnamen. Oskar wurde das nächste Entführungsopfer von „Mister 2000“, der in Berlin schon viele Kinder entführt und gegen ein Lösegeld von 2000 Euro wieder freigelassen hat. Rico macht sich daran, seinen Freund zu finden und Mister 2000 auf die Spur zu kommen. Die Spur führt direkt in Ricos Wohnhaus, sein Freund wurde direkt von Ricos Haustür entführt…

Wichtige Charaktere

  • Frederico „Rico“ Doretti
  • Oskar
  • Ricos Mutter
  • Herr Westbühl
  • der Marrak
  • Frau Dahling
  • Sophia
  • Mister 2000

Zitate

„Herzlichen Glückwunsch, Rico! Am liebsten wäre ich herumgewirbelt und weggelaufen. Wenn man zehn Sekunden vorher wüsste, für wie blöd man sich zehn Sekunden später hält, würde man bestimt einiges nicht tun oder sagen, was man tut und sagt.“

„Wie verrückt muss man sein, um einem Gehörlosen sein Geschichte zu erzählen? Und wie verrückt muss man sein, um jemandem zuzuhören, ohne ihn zu hören? Aber weder Felix noch Sven schämten sich dafür. Ihre seltsame Freundschaft war ihnen nicht peinlich. Für sie war es die normalste Sache der Welt. Das machte, dass ich mich gleich selbst besser fühlte.“

Alle Bände der Rico & Oscar-Reihe

Rico, Oskar und das Herzgebreche
Rico, Oskar und der Diebstahlstein

Trailer zum Film

Geschenkausgabe im Schuber und Hörbuch

Neben den schwarz-weiß illustrierten Einzelbänden der „Rico & Oscar“-Trilogie von Andreas Steinhöfl gibt es auch einen Schuber mit allen drei Einzelbänden, bei denen die Illustrationen von Peter Schössow in Farbe zu bewundern sind. Außerdem gibt es ein Hörbuch, für alle, die gerne vorgelesen bekommen…

Persönliche Bewertung

Amüsante Geschichte mit einer Prise Sozialkritik, für die Zielgruppe jedoch nur bedingt geeignet

4 von 5

Die ganze Geschichte ist aus der Sicht von Rico geschrieben, das sollte vorab gesagt sein. Und genau diese Perspektive ist es, die den Reiz der Geschichte ausmacht. Rico muss als Hausaufgabe über die Ferien seine Erlebnisse aufschreiben – dank der automatischen Textkorrektur auf dem Computer kann er dies sogar nahezu fehlerfrei. Rico erzählt aus seiner naiv-kindlichen Sicht heraus, notiert sich zwischendurch in einer unnachahmlichen Art Wörter, die er nicht kennt, und ihre Bedeutungen (Display und Silhouette, Rabatte und ähnliches). Die Geschichte selbst beginnt eher schleppend, lange ist nicht klar, ob es überhaupt einen roten Faden gibt, es werden Belanglosigkeiten und nette Anekdoten aus Ricos Leben aneinandergereiht – das ist sicher gewollt, denn wie er selbst sagt, hat Rico Schwierigkeiten mit roten Fäden und schweift schnell ab. Die Geschichte lässt trotzdem einige Spannung vermissen. Interessant sind die am Rande eingebrachten sozialkritischen Betrachtungen durch Ricos Augen (der natürlich nicht viel davon versteht), die jedoch für die Zielgruppe – Kinder ab 10 – nur begrenzt verständlich und sinnvoll sind. Die Mutter, die ihre hängenden Brüste betrachtet – ihr Kapital für ihren Job, das Mädchen in der Messi-Wohnung mit der qualmenden fürsorglosen Mutter, Ricos eigene Mutter mit ihrem fragwürdigen Job, die ihren Sohn nachts alleine lassen muss… für Kinder kaum verständlich und darum ein wenig an der Zielgruppe vorbei.

Fazit

Lesenswert, aber vielleicht doch eher für ältere Kinder, die genug Geduld aufbringen, sich durch die ersten, etwas spannungsarmen Kapitel zu kämpfen.

ISBN10
3551555516
ISBN13
9783551555519
Dt. Erstveröffentlichung
2008
Gebundene Ausgabe
224 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 10 Jahren

Eine Antwort zu
Rico, Oskar und die Tieferschatten

  1. Katja

    Ein wirk­lich tol­les Kin­der­buch über die Freund­schaft zwi­schen zwei sehr unter­schied­li­chen Kin­dern. Der Wort­witz sowie die Tage­buch­ein­trä­ge Ricos brin­gen einen zum Schmun­zeln. Gran­di­os fin­de ich die Wort­wahl „Tie­fer­be­gabt“ als Gegen­satz zu „Hoch­be­gabt“. Freue mich schon sehr auf den nächs­ten Band.

  2. lolololo

    scheiß buch. bin in der 10. und wir lesen das buch (pflicht). ein­fach nur ätzent. ich hab nichts gegens lesen, aber die hand­lung ist nur dämm­lich, und kin­disch. wenn er ein pro­blem hat, soll­te er zu sei­ner mut­ter gehen.

    Schluss­fol­ge­rung:

    * es ist lang­wei­lig
    * es ist schlecht geschrie­ben
    * die hand­lung ist unlo­gisch
    * (damit kin­der das was jetzt kommt nicht lesen kön­nen, schrei­be ich es auf eng­lisch)
    The book is so stu­pid, I can eat my shorts. I dont like Rico, becur­se he is a ass­ho­le.

    ( Die­se Krie­tik trifft auf jedes Buch der Rei­he von Rico & Oskar

  3. yvonne

    5 von 5

    ich fin­de das buch ein­fach nur geil so lus­tig ich wür­de es 100% wei­ter­emp­feh­len

  4. Lee-ann

    5 von 5

    Das Buch heißt Rico und Oskar die Tie­fer­schat­ten. In dem Buch geht’s um einen Ent­füh­rer und Freund­schaft. Rico ist ein tief­be­gab­tes Kind, er kann nur gera­de­aus lau­fen und Oskar ist ein hoch­be­gab­tes Kind. Er trägt immer einen Helm zu sei­nem Schutz. Ricos Mut­ter arbei­tet im Nacht­club, des­we­gen hat sie kei­ne Zeit für Rico. Er ist die meis­te Zeit allei­ne abends, dann geht er zu Frau Dah­ling Lie­bes­fil­me schau­en und Müf­fel­chen essen. Sein Vater ist gestor­ben.
    Oskar ist sei­nem Vater egal. Als Rico zu Frau Dah­ling geht sieht er in den Nach­rich­ten, dass Oskar ent­führt wur­de. Das Buch ist sehr span­nend und auch wit­zig. Mir hat das Buch gefal­len.

  5. Johannes

    1 von 5

    desch buch isch kuhl

  6. LUCA

    5 von 5

    Echt cool 

  7. Sandy

    1 von 5

    Bin in der 6 Klas­se und müs­sen das Buch lesen. Haben auf­ga­ben bekom­men und müs­sen in Rico zeich­nen und das fin­de ich blöd. Das Buch ist für 7 jäh­ri­ge Kin­der. Ein­fach schei­ße das Buch

  8. Paula

    5 von 5

    Mir und mei­nen Geschwis­tern wur­de das Buch vor­ge­le­sen (damals so zwi­schen 6 und 10 Jah­re alt) und wir haben es alle geliebt. Ein beson­ders Bon­bon, für alle, die sich in Ricos Kietz aus­ken­nen, ist, dass mal vie­les wie­der­erkennt, etwa wie der Ede­ka an der Ecke oder das Urbank­ran­ken­haus. Es ist ein Buch mit viel Witz und Humor, das trotz­dem span­nend ist, ich wür­de es auf jeden Fall wei­ter emp­feh­len, denn auch heu­te noch (inzwi­schen sind wir zwi­schen 14 und 18) gibt es run­ning gags in unse­rer Fami­lie, die eigent­lich von Rico kom­men. 

  9. Christiane Walker

    1 von 5

    Mir ist unver­ständ­lich, dass ein The­ma wie Kin­des­ent­füh­rung in einem KIN­DER-Buch “lus­tig “ abge­han­delt wird …