Nur über meine Leiche!

Friedhofstraße 43 (Band 2)

Autoren
Illustrator
M. Sarah Klise
Übersetzer
Nina Schindler
Verlag
Gerstenberg Verlag

Zusammenfassung zu “Nur über meine Leiche!”

Es könnte alles so schön sein: Severin Hoffnung, dessen Eltern auf Forschungsreise sind und sich nicht für ihren Sohn interessieren, lebt zusammen mit Gespenst Olivia C. Spence und dem inzwischen freundlichen Autoren Ignaz B. Griesgram in der Friedhofstraße 43. Zusammen schreiben sie an einer Gespenstergeschichte, die ihren Lebensunterhalt finanziert und Severin ermöglichte, seinen Eltern das Haus abzukaufen.

Doch dann mischt sich Dirk Tator, Vorsitzender der GRAUSIK (Gesellschaft zur Rettung, Anleitung und zum Schutz irregeleiteter Kinder), in ihr Leben ein. Zum einen fehle Severin ein Vormund, zum anderen die Schule, denn dass er zu Hause von einem Gespenst (an das Dirk Tator nicht im geringsten glaubt) unterrichtet werde, das seien keine Zustände für ein Kind, die man hinnehmen könne! Zudem möchte die GRAUSIK alle Gespenstergeschichten verbieten, denn sie schaden Kindern und seien schädlich für ihre Entwicklung. Als Wurzel allen Übels soll auch noch Halloween abgeschafft und an diesem Tag kollektiv alle Gespensterbücher verbrannt werden. Die meisten Bürger folgen den Anweisungen der GRAUSIK, ohne sie zu hinterfragen, nur M. Balsam vom Schauderburger Büchermobil stellt sich gegen die irrwitzigen Beschlüsse.

Nachdem Tator dessen Eltern unterrichtet hat, wird Severin in das städtische Schauderburger Waisenhaus gebracht. Mr Griesgram, der fest behauptet, zusammen mit einem Gespenst in der Villa zu leben, wird in die Irrenanstalt Schauderburg zwangseingewiesen. Olivia bleibt allein in der Villa und sieht sich damit konfrontiert, dass alle Bestellungen für weitere Kapitel ihrer Gespenstergeschichte storniert werden. Aufgestachelt von Dirk Tator, glauben die Bürger nicht mehr an sie und sehen sich einem Betrug aufgesessen. Über Briefe schmieden Severin, Mr Griesgram und Olivia einen Plan zu ihrer Befreiung…

Wichtige Charaktere

  • der Kinderbuchautor Ignaz B. Griesgram
  • Severin Hoffnung
  • seine Eltern Leo und Diana Hoffnung
  • das Gespenst Olivia C. Spence
  • Dirk Tator, Vorsitzender der GRAUSIK
  • Rosa Schlüpfer von der Schauderburger Sparkasse
  • K. A. Naufmacher vom Schauderburger Schlüsseldienst
  • MacAber, Schauderhafte Antiquitäten
  • M. Balsam vom Schauderburger Büchermobil

Zitate

„Liebe Olivia,
endlich habe ich Papier aufgetrieben und kann Dir nun schreiben. Ich kann es kaum fassen, dass ich mich nicht mal mehr von Dir oder Mohrle verabschieden durfte.
Dirk Tator hat behauptet, in der Friedhofstraße 43 hätte es keinen qualifizierten oder gesetzlichen Vormund gegeben, der sich um mich gekümmert hätte. Je genauer Mr Griesgram e ihm erklären wollte, desto schlimmer wurde es. Warst du da? Hast Du gesehen, was passiert ist? Ist Mr Griesgram im Gefängnis? War es ungesetzlich, dass wir zusammen gewohnt und an unserem Buch gearbeitet haben?
Ich finde es hier grässlich. Ich habe ein paar Bilder gezeichnet, damit Du sehen kannst, was das für eine miese Hütte ist.
Liebe Grüße
Severin“

Alle Bände der Reihe Friedhofstraße 43

1. Gespenster gibt es doch!
2. Nur über meine Leiche!
3. Ein Gespenst kommt selten allein
4. Das Phantom im Postamt
5. Gespensterspuk in Hollywood

Link

Website zur Friedhofstraße 43

Persönliche Bewertung

Eine Gespenstergeschichte der besonderen Art, höchst unterhaltsam und fesselnd

5 von 5

Man könnte denken: Nachdem man den ersten Band mit seinem außergewöhnlichen Erzählstil gelesen hat, würde diese Art Geschichte vielleicht langweilig. Weit gefehlt: auch der zweite Teil unterhält noch bestens und begeistert durch die Fähigkeit, ohne jeden Erzähler, alleine in Form von Briefen, Dokumenten, Zeitungsartikeln und Zeichnungen (von Severin) die Handlung spannend zu erzählen. Die unterschiedlichen Schriftarten der verschiedenen Schriftstücke sind ein Genuss für das Auge und eine äußerst kurzweilige Lektüre zugleich. Auch dieser Band greift wieder interessante und tiefsinnige Themen auf, die mit dem gewohnten Witz erzählt werden: Dürfen Kinder zu Hause unterrichtet werden oder müssen sie in eine Schule gehen? Dürfen Erwachsene darüber bestimmen, was gut für Kinder sei, ohne dass diese überhaupt gefragt werden? Gleichzeitig zeigt die Geschichte auf, wie leicht die Mehrzahl der Menschen sich beeinflussen lässt.

Fazit

Tiefsinnig, unterhaltsam und außergewöhnlich, eine unbedingte Leseempfehlung!

Originaltitel
43 Old Cemetery Road. Book two: Over my Dead Body
ISBN10
3836953951
ISBN13
9783836953955
Dt. Erstveröffentlichung
2011
Gebundene Ausgabe
128 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 8 Jahren