Neues von den Penderwicks (4)

Autoren
Übersetzer
Sylke Hachmeister
Verlag
Carlsen Verlag
Anspruch
4 von 5
Humor
5 von 5
Lesespaß
5 von 5
Schreibstil
4 von 5
Spannung
5 von 5

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Zusammenfassung zu “Neues von den Penderwicks (4)”

Bei den Penderwicks gibt es einige Veränderungen seit Mr Penderwick Iantha heiratete und sie und ihren Sohn Ben in die Familie eingliederte. Ihre gemeinsame Tochter Lydia ist der jüngste Familienzuwachs. So gibt es nun die drei älteren Penderwicks Rosalind, Skye und Jane sowie die drei jüngeren Batty, Ben und Lydia. Mit ihren elf Jahren ist Batty oft für ihre beiden jüngeren Geschwister verantwortlich, und auch an anderen Umständen merkt sie, dass sich Dinge geändert haben. Das Verhältnis zu Jeffrey, Freund der Schwestern und Ehrenmitglied der Penderwicks, ist schwierig, seit er sich in Skye verliebt hat, die davon nichts wissen möchte. Rosalind dagegen hat sich von Nachbarsjunge Tommy getrennt, auch ein Freund der Familie. Battys treuer Begleiter und Trost, der Hund Hound, starb und sie ist in ihrer Trauer noch nicht bereit für einen neuen Hund.

Dann entdeckt die Vertretungslehrerin Battys Talent fürs Singen und eröffnet ihr damit eine neue Welt, eine neue Leidenschaft und Zukunftsträumerei. Noch ist Batty nicht bereit ihr bisher unerkanntes Talent mit ihrer gesamten Familie zu teilen, das soll zu einem besonderen feierlichen Anlass geschehen. Bis dahin singt sie für sich, ihre kleine Schwester Lydia oder die Hunde der Nachbarschaft, die sie gegen Bezahlung ausführt. Vorab plant sie Jeffrey mit ihrem Gesang zu überraschen. Doch dann kommt alles anders: Jeffrey wird von Skye fortgeschickt und Batty verliert ihre Stimme, nachdem sie ein für sie sehr deprimierendes Gespräch zwischen Jane uns Skye belauscht, das ihre Welt aus den Fugen hebt…

Wichtige Charaktere

  • Rosalind Penderwick
  • Skye und Jane Penderwick
  • Batty, Ben und Lydia Penderwick
  • ihre Eltern Iantha und Martin
  • Jeffrey Tiffton
  • Nick und Tommy Geiger
  • Oliver
  • Mrs Grunfeld
  • die Hunde Herzogin und Koriander

Zitate

„Und dann war da noch das allgegenwärtige Problem der Buchvorstellungen. Bis zum Ende des Schuljahrs musste sie zehn davon abliefern, und obwohl sie schon ziemlich viel Zeit dafür gehabt hatte, damit anzufangen, hatte sie bisher nichts zustande gebracht. Es war nicht so, dass sie nicht gern las. Sie las wahnsinnig gern (nicht so wie Jane, aber niemand auf der Welt kam an Jane heran). Doch für Batty war Lesen so etwas wie ein privates Gespräch mit den Figuren im Buch. Wenn man darüber einen Bericht verfasste und den dann anderen zeigte, wurde alles zerstört. Sie hatte versucht, Bücher zu lesen, die ihr nicht gefielen und bei denen es nichts ausmachte, darüber zu schreiben, aber da kam sie über die ersten langweiligen Seiten nie hinaus.“

„Batty gewöhnte sich allmählich an ihren Kobold. Sie stellte ihn sich so ähnlich vor wie Tinkerbell, glitzernd und selbstgefällig. Aber ein bisschen besser als am Anfang hatte sie ihn jetzt schon im Griff. Einmal in der Pause hatte sie es kaum geschafft, nicht zu singen, nachdem sie Henry abgeworfen hatte. Es war der bisher größte Erfolg ihres Lebens mit einem Ball gewesen, trotzdem sollte man nicht vor den versammelten Fünftklässlern We Are The Champions singen.“

Alle Bände der Penderwicks-Reihe

1. Die Penderwicks
2. Die Penderwicks zu Hause
3. Die Penderwicks am Meer
4. Neues von den Penderwicks

Persönliche Bewertung

Der Familienzuwachs hat den Penderwicks keineswegs geschadet

5 von 5

Über die ersten drei Bände der Penderwicks hinweg gelang es Jeanne Birdsall eine Familiengeschichte zu erschaffen, die verzauberte, obwohl sie keineswegs nur aus rosaroter Idylle bestand. Aus der Familie mit Töchtern und einem alleinerziehenden Vater ist eine moderne „Patchwork“-Familie geworden, alle Töchter sind älter geworden, sind jedoch in ihren individuellen Interessen und Charaktereigenschaften noch deutlich wieder zu erkennen. Die so unterschiedlichen Figuren, fern von Klischees (z.B. in Form fußballspielender und wissenschaftsbegeisterter Mädchen), machen einen großen Teil des besonderen Charmes der Geschichten aus.

In diesem vierten Band ist es Batty, aus deren Perspektive die Geschichte primär erzählt wird. Während sie aufgrund ihres Alters in den Vorgängern zwar schon eine eigenständige Figur aber weniger eine Hauptfigur war, steht sie diesmal im Mittelpunkt. Dazu kommt eine Hand voll weiterer Figuren, mehr braucht die Autorin nicht für eine spannungsvolle Geschichte zwischen Alltagssituationen und -sorgen und ungewöhnlichen Ereignissen.

Der Fokus liegt nicht auf dem Anspruch des Buches, doch geht es am Rande auch um persönliche Herausforderungen (der Tod der Mutter bei der Geburt und Schuldgefühle) und gesellschaftliche Probleme (das Leid, das ein Krieg bzw. Militäreinsatz bei den Hinterbliebenen der Soldaten hinterlässt; hier hätte globalere Kriegskritik gut in die Geschichte gepasst, doch darum geht es der Autorin nicht).

Wie schon in den Vorgängern liest sich die lebendige Sprache der Autorin bzw. die Übersetzung Sylke Hachmeisters leicht und flüssig und bringt die Unterschiede zwischen den einzelnen Figuren gut zum Ausdruck. Auch dieser Band ist in sich abgeschlossen und verweist lose darauf, dass es eine Fortsetzung geben könnte. Um die Handlung verstehen zu können, ist es dabei nicht notwendig die Vorgänger gelesen zu haben, auch wenn hier und dort auf die Bände 1 bis 3 verwiesen wird.

Fazit

Die Penderwicks sind älter geworden und haben Zuwachs bekommen. Ihren Charme tut dies keinen Abbruch, auch im vierten Band verzaubert ihr Familienleben trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen. Eine Reihe, die sich noch lange nicht abgenutzt hat.

Originaltitel
The Penderwicks in Spring
ISBN10
3551554579
ISBN13
9783551554574
Dt. Erstveröffentlichung
2015
Gebundene Ausgabe
368 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 10 Jahren

Eine Antwort zu
Neues von den Penderwicks (4)

  1. Julia Müller

    3 von 5

    Mein Lieb­lings­cha­rak­ter war Rosa­lind, des­we­gen fin­de ich per­sön­lich es scha­de das sie (wie auch schon im 3. Band) nicht mehr so häu­fig erwähnt wird, geschwei­ge denn, dass aus hrer Sicht geschrie­ben wird. Auch Skye und Jane kom­men mei­ner Mei­nung nach zu Kurz, und auch wenn Bat­ty in den letz­ten Büchern nicht immer unbe­dingt die größ­te Rol­le hat­te, fin­de ich nicht, das man die ande­ren kom­plett weg­las­sen soll­te. Ben mag ich sehr, jedoch weiß ich nicht so rich­tig was ich von Lydia hal­ten soll. Ich fand das zwei­te Buch am Bes­ten, eben auch wegen Rosy! Aber auch die Stim­mung im Herbst, und die­ses Zuhause-Gefühl, das man dort bekam, feh­len mir hier.

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