Mein lebensgefährliches Leben (1) – Die Schwimmbadkrise

Autoren
Illustrator
Mia Nilsson
Übersetzer
Maike Dörries
Verlag
Arena Verlag
Anspruch
4 von 5
Humor
4 von 5
Lesespaß
4 von 5
Schreibstil
4 von 5
Spannung
4 von 5

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Zusammenfassung zu “Mein lebensgefährliches Leben (1) – Die Schwimmbadkrise”

Juni Stomp ist eine ganz gewöhnliche Achtjährige. Sie geht in die zweite Klasse und hat eine kleine Schwester. Sie steht nicht gerne im Mittelpunkt und findet es schwer, Anschluß zu finden. Das Ungewöhnlichste neben ihrem Vornamen ist ihr Nachname, wie sie findet. In der Schule wird sie von Jonas, einem Mitschüler, wegen ihres Vornamens geärgert. Vor ihm hat Juli ständig Angst, denn sie meint, dass er es auf sie abgesehen habe. Zwar hat Juni Glück, dass sie zur Zeit neben Bella sitzen darf, denn alles dreht sich nur um Bella, leider interessiert die sich nicht besonders für ihre Tischnachbarin. So kommt es, dass Juni – um Bellas Aufmerksamkeit zu erregen – erzählt, ihre Mutter hätte ihr einen Hamster geschenkt. Leider stimmt das nicht, und Junis Plan geht ordentlich nach hinten los.

Aber was soll sie auch machen? Dass sie sich in wirklichkeit eine Querflöte wünscht, traut sie sich nicht zu sagen, aus Angst ausgelacht zu werden. Zu allem Überfluss bekommt sie auch noch einen Brief von der Lehrerin zum „Elterngespräch“ mit. Aber am schlimmsten ist, dass der Tag des Schulschwimmens immer näher rückt und Juni sich nicht traut, sich jemandem anzuvertrauen, noch nicht einmal ihrer Oma. Sie kann nämlich noch nicht schwimmen. Und überhaupt würde sie sich manchmal wünschen, es gäbe eine zweite „Juni“, denn sie hat niemanden, der so fühlt wie sie und dem sie erzählen kann, wie es wirklich in ihr aussieht…

Wichtige Charaktere

  • Juni Stomp
  • ihre Eltern
  • ihre Schwester Mia
  • ihre Lehrerin
  • Jonas
  • Isa
  • Bella und Josefine
  • Jacob und Lukas
  • Schwimmlehrer Max

Zitate

„Allerdings hatte unsere Klassenlehrerin eine blöde Regel aufgestellt: Man darf niemals Nein sagen, wenn einen jemand fragt, ob man was zusammenspielen will. Und weil Bella so nett ist, tut sie alles, was die Lehrerin sagt. Und so kommen kurz nach dem Pausenklingeln mehrere andere Mädchen an, die sie vor der Stunde gefragt haben und denen sie auch zugesagt hat.
Seufz!“

„Direkt nach dem Essen wird abgespült und aufgeräumt.
Ich trage meistens das Geschirr vom Tisch zur Spüle. Papa findet das lieb von mir und freut sich, wenn ich beim Abräumen helfe. Wie leicht man doch einem spülwütigen Vater eine Freude machen kann, indem man ein paar Gläser und Teller zu ihm in die Küche trägt. Super.“

Alle Bände der Reihe „Mein lebensgefährliches Leben“

1. Die Schwimmbadkrise
2. Juni und die Zickenmusik
3. Die Liebeskrise
4. Lägerkrisen (noch kein deutscher Titel)

Persönliche Bewertung

Unterhaltsamer und klischeefreier Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe

4 von 5

Die neue Buchreihe aus dem Arena Verlag um die achtjährige Juni Stomp spielt mit der Titelgebung „Mein lebensgefährliches Leben“ ironisch mit der Innensicht eines Grundschulkindes. Denn natürlich ist der erste Teil „Die Schwimmbadkrise“ objektiv betrachtet nicht lebensgefährlich für die junge Hauptdarstellerin. Für sie selbst aber sehr wohl – zu recht, denn Kinder haben nun einmal andere Sorgen als Erwachsene. Wobei selbst diese ja mitunter vor den banalsten Dingen wider jeder Vernunft ein riesiges Angstpotenzial aufbauen.

Ann Caroline Håkans erstes Buch zeigt deutlich, dass sie, wenn auch mit einem Augenzwinkern, die Sorgen und Ängste von Kindern ernst nimmt. Sie schildert „Krisen“, mit denen sich ihre Leser mit Sicherheit identifizieren können. Ob es nun das tägliche „Wie war es in der Schule?“ der Eltern ist, ein peinlicher Hustenanfall in der Schule, Angst vor dem „Elterngespräch“ mit ihrer Lehrerin, das Lügen um dazuzugehören oder die Verunsicherung wegen eines Mangels (nicht schwimmen können) ist – so sieht das „gewöhnliche“ Leben von vielen Grundschulkindern aus. Zumindest von den gut behüteten. Denn in dem Buch geht es nicht um „echte Krisen“ wie Gewalt in der Familie, Mobbing oder alkoholkranke Eltern. Vielmehr fokussiert die Autorin auf das Innenleben eines Mädchens, welches wie so viele noch eine beste Freundin oder einen besten Freund sucht und sich zu Hause ganz anders verhält als in der Schule.

Lesefreundlich gestaltet sich das Buch für seine jungen Leser in vielen kurzen Kapiteln und einem spannenden „Schwimmbad-Countdown“, der bei jeder Kapitelüberschrift anzeigt, wie viele Tage es noch bis zum gefürchteten Ereignis sind. Die Illustrationen von Mia Nilsson fangen gut den leichten Witz ein, der durch die Seiten schwebt und sind für so manchen Schmunzler gut.

Fazit

Kein Pink, kein Pony. Der erste Band der Reihe um die junge Juni fängt erfrischend klischeefrei an. Ihr Papa ist sogar „spülwütig“. Mit Spannung darf verfolgt werden, ob es in den Folgebänden so weiter geht. Auch wenn das Titelbild etwas zu viel verspricht – es kommen keine Krokodile im Buch vor – lohnt sich eine Lektüre allemal. Die Botschaft, die vermittelt wird, lautet: Mal bist du fröhlich, mal traurig, mal mutig und dann wieder ängstlich – nichts bleibt, wie es ist. Und das ist gut so!

Originaltitel
Badhuskrisen
ISBN10
3401088793
ISBN13
9783401088792
Dt. Erstveröffentlichung
2012
Gebundene Ausgabe
143 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 7 Jahren

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