Lycidas

Autoren
Verlag
Heyne Verlag
Anspruch
4 von 5
Humor
4 von 5
Lesespaß
5 von 5
Schreibstil
5 von 5
Spannung
5 von 5

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Zusammenfassung zu “Lycidas”

Die kleine Emily Laing lebt im Waisenhaus des grausamen Reverend Dombey in London Rotherhithe, als beunruhigende Vorgänge die Stadt erschüttern. Kinder verschwinden spurlos und auch aus dem Waisenhaus verschwindet eines die kleine Mara, entführt von einem Wesen, das einem Werwolf ähnelt. Emily macht Bekanntschaft mit einer sprechenden und adeligen Ratte, die sich als Lord Brewster vorstellt und sie mitnimmt auf die Suche nach den verschwundenen Kindern und der Erklärung für die Vorfälle in London. Zusammen mit dem Elfen und Bibliothekar Maurice Micklewhite, dem etwas mürrischen aber durch seinen trockenen Humor sympathischen Alchemisten Wittgenstein und ihrer besten Freundin Aurora lernt Emily die „Uralte Metropole“ kennen, eine phantastische, oft grausame und erschreckende aber zugleich faszinierende Welt unter dem eigentlichen London.

Diese Unterwelt ist bevölkert von zahlreichen phantastischen Wesen, mit denen Emily Bekanntschaft macht: gefallene Engel, die in der Oberwelt an Straßenecken musizieren, totgeglaubte Dichter, die altmodische Läden betreiben, Tunnelstreicher, die von den Abfällen der Oberwelt leben und antike Götter, die über die Unterwelt wachen sowie eine Vielzahl weiterer mythologischer Figuren.

Auf der Suche nach dem Geheimnis hinter den Vorgängen und hinter dem unheimlichen Herrscher der Unterwelt Lycidas mit seinem Verlangen nach Kinderseelen müssen sich Emily und ihre Begleiter nicht nur vielen Gefahren sondern auch ihren eigenen Ängsten stellen, bis sie am Ende einer langen Reise hinter die Erklärung für die Vorkommnisse gelangen und Emily daneben die Wahrheit über ihre eigene Vergangenheit erfährt.

Wichtige Charaktere

  • Emily Laing
  • Aurora Fitzrovia
  • Mortimer Wittgenstein
  • Mr. Fox und Mr. Wolf
  • Maurice Micklewhite
  • Lord Hieronymus Brewster
  • Lycidas, der Lichtlord
  • Mylady Lilith

Zitate

„Die Welt ist gierig, und manchmal verschlingt sie kleine Kinder mit Haut und Haaren.“

„Was nützt Wissen, wenn es dem Wissenden keinen Gewinn bringt?“

Alle Bände der Reihe um die Alte Metropole

Lycidas
Lilith
Lumen
Somnia

Persönliche Bewertung

Ein phantasievoller, anspruchsvoll geschriebener Fantasyroman

5 von 5

Marzis Debutroman ist umstritten, zeigt er doch sehr deutliche Anlehnungen an Neil Gaiman’s „Neverwhere“ (Niemalsland), sogar einige Figuren wie das skurrile Duo Mr. Fox und Mr. Wolf wirken auf alle, die Gaiman gelesen haben, sehr vertraut. „Lycidas“ fand eine begeisterte Leserschaft und wurde mit dem Deutschen Phantastikpreis ausgezeichnet, jedoch auch oft kritisiert. Man kann Marzi (der Gaimans Einfluss nie bestritt) des Kopierens bezichtigen, jedoch ist dieser Kritikpunk angesichts seines eigenen Ideenreichtums und seiner wunderbaren Verwendung der Sprache eher sekundär. Wer sich auf Marzis Sprache und seine mitunter überwältigende Vielzahl an Ideen einlassen kann, wird Lycidas lieben und ihm die Anlehnungen verzeihen.

Fazit

Christoph Marzis Roman „Lycidas“ ist der faszinierende Auftakt zu seiner Alte Metropolen-Reihe, einer aufregenden Reise in eine phantastische Welt der Fantasywelt unter der Stadt. Eines der besten deutschen Fantasywerke der letzten Jahre in einer wortgewaltigen Sprache auf hohem Niveau.

ISBN10
3453530063
ISBN13
9783453530065
Dt. Erstveröffentlichung
2004
Taschenbuchausgabe
861 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 14 Jahren

Eine Antwort zu
Lycidas

  1. Sebastian

    Kürz­lich muss­te ich mich in der Buch­hand­lung mal wie­der mit eini­gen Büchern ein­de­cken. Als ich Lyci­das von Chris­toph Mar­zi ent­deckt habe, muss­te ich sofort an Ilga den­ken, die immer­zu vom Autor geschwärmt hat. Das Buch wan­der­te prompt in den Ein­kaufs­korb und es hat sich wirk­lich gelohnt! Ein spann­den­de Fan­ta­sy­ro­man, den ich in weni­gen Tagen ver­schlun­gen habe. Gera­de eben habe ich mir den Nach­fol­ger Lilith gekauft – mal schau­en, ob es so gut wei­ter­geht. Vie­len Dank für den Tipp!