La Veganista – Lust auf vegane Küche

100 leckere Rezepte von Frühstück bis Abendessen

Autoren
Verlag
Gräfe und Unzer Verlag

Zusammenfassung zu “La Veganista – Lust auf vegane Küche”

„La Veganista“ beginnt mit einem persönlichen Vorwort der Autorin an ihre Leserinnen und Leser. Im Anschluss findet sich der Serviceteil „So geht vegan“, der unter der Überschrift „Know-How für die vegane Küche“ Tipps zu Zubereitungen und Ersatzprodukten (die „vegane Tauschbörse“) gibt und ein Grundrezept für Seitan enthält. Der umfangreiche Rezeptteil gliedert sich fünf Kapitel: Im ersten Kapitel „Guten Morgen – Vegan frühstücken“ gibt es Rezepte für Shakes, Pfannkuchen, süße Aufläufe, Brötchen sowie Aufstriche und Aufschnitte. Kleine Gerichte und Snacks zum Mitnehmen bietet das Kapitel „Für vorneweg, zwischendurch und unterwegs“ mit Suppen, herzhaften Salaten, Wraps, Sandwiches, Cremes und Eintöpfen. Die Hauptgerichte erscheinen unter der Überschrift „Satt und zufrieden – Hauptgerichte für jeden Tag“ und enthalten zum Beispiel Gemüsegerichte, Bratlinge, Kartoffel- und Nudelgerichte, Pizza sowie deftige Hausmannskost wie Gulasch oder Königsberger Klopse. Im vierten Kapitel „Aufgekocht! – vegan schlemmen“ gibt es Rezepte für besondere Anlässe von Gefüllten Kartoffeln und Graupenrisotto über Gratinierte Rote Bete bis hin zu Rouladen und Linsenbraten im Blätterteig als Weihnachtsbraten. Das abschließende Rezeptkapitel „Hmm, süß! – Desserts und Gebäck“ lockt mit Süßspeisen, Kuchen und Plätzchen. Unter der Überschrift „Zum Nachschlagen – Zutaten der veganen Küche“ werden weniger bekannte Zutaten erklärt und Tipps für Bezugsquellen gegeben. Das Buch endet mit einem alphabetischen Register der Rezepte nach Rezeptnamen und Zutaten.

Die Rezepte bestehen jeweils aus einem meist ganzseitigen Farbfoto, einer Zutatenliste und nummerierter Anleitung zur Zubereitung sowie den Angaben für Anzahl der Portionen, Zubereitungszeit und Energiewerte (kcal, Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate). Tipps zum Austausch von schwer erhältlichen Produkten („Tauschtipps“), weitere Rezept- und Praxistipps zum Zubereiten, Würzen, Abwandeln und Aufbewahren runden die Rezepte ab.

Zitate

„Warum auch immer Sie vegan kochen möchten, Sie werden ganz schnell merken: Sie müssen dazu kein Kochprofi sein und auch kein Ernährungsexperte. Die einzigen beiden Voraussetzungen, die Sie mitbringen sollten: Lust auf Neues und Spaß am Experimentieren. Zum Beispiel, wenn Sie auf dem Wochenmarkt Gemüsesorten ganz neu oder wiederentdecken. Oder wenn Sie im Bioladen erstaunt feststellen, dass es eine breite Palette spannender pflanzlicher Produkte gibt, die ganz neue Geschmackswelten eröffnen – und zwar jenseits von ’schmeckt wie Fleisch‘.“

Auszug aus den Rezepten

Hirseauflauf mit Äpfeln
Sobanudelsalat mit gefüllten Tomaten
Cashew-„Ricotta“
Bauernfrühstück
Mairübchen-Pasta mit glasierten Kräuterseitlingen
Lasagne della Casa
„Gyros“-Medaillons mit Bohnensalat und „Tsatsiki“
Glasierter Tempeh mit Vanillemöhren
Schwarzwurzelragout in sahniger Sauce
Mousse au Chocolat
Quitten-Birnen-Crumble mit Sahne
Cashew-Käsekuchen

Trailer zum Buch

Links

Leseprobe beim Verlag (PDF)
Nicole Just im Buchhexe Interview

Persönliche Bewertung

Abwechslungsreiche Rezepte in professioneller und einmalig liebevoller Aufmachung

5 von 5

Gleich auf den ersten Blick fällt das außergewöhnlich schöne Design des Kochbuches auf. Farben, kleine Illustrationen, Schriftarten und die sehr professionellen Rezeptfotos von Fotograf René Riis harmonieren perfekt miteinander und sorgen unabhängig vom Inhalt für einen echten Hingucker. Auch inhaltlich gibt es an „La Veganista“ nichts auszusetzen. Die Rezepte sind sehr abwechslungsreich und bieten für jeden Geschmack etwas. Dabei sind sie weitgehend gesund, Fast Food sucht man vergeblich. Trotzdem gibt es genug Gerichte, die schnell zubereitet sind. Hier sind die Angaben von Zubereitungszeiten und Nährwerten sehr hilfreich. Positiv ist außerdem, dass die Rezepte weitgehend ohne „exotische Zutaten“ auskommen, die Autorin setzt in ihren Gerichten nicht auf teure Ersatzprodukte oder Fertigprodukte, die nur in speziellen Läden oder im Onlineversand zu beziehen sind. Die ausprobierten Rezepte funktionierten problemlos – was nicht erstaunlich ist, denn der Verlag Gräfe und Unzer lässt alle Rezepte testen und veröffentlicht sie nur, wenn die Testköche grünes Licht geben. Ein weiteres Qualitätsmerkmal: Die Vielzahl von Tipps, die die Kompetenz der Autorin zeigen und es dem Leser und der Leserin ermöglichen, Rezepte abzuwandeln und Variationen zu kochen.

Etwas verwirrend ist die Angabe „100 Rezepte“ im Untertitel des Buches, denn der Rezeptteil verspricht 89 Rezepte. Hier lohnt es, genauer hinzuschauen, denn es verstecken sich zahlreiche weitere Rezepte, die die Diskrepanz in der Anzahl erklären: Es gibt zusätzlich ein Seitan-Grundrezept sowie weitere Basisrezepte in den Tipps. So zum Beispiel Rezepte für Pesto, Mayonnaise, eine selbstgemachte Grillgewürzmischung oder eine sämige Bratensauce.

Ob man Autorenfotos in Kochbüchern mag, ist Geschmackssache. Auch in „La Veganista“ gibt es Fotos der Autorin, im Unterschied zu vergleichbaren Kochbüchern kann von Selbstdarstellung jedoch keine Rede sein: Weder gibt es ein langes persönliches Vorwort mit Meinung und Lebensgeschichte der Autorin, noch ist sie auf dem Cover oder den Einleitungsseiten zu den einzelnen Kapiteln zu sehen. Manch einer mag sich auch an den Fotos der Autorin stören, die als letztes Bild in diverse Fotofolgen mit Zubereitungsschritten eingefügt sind, doch das kann dem Buch nicht angelastet werden und ist eine reine Sympathiefrage. Ob man die Autorin mag oder nicht, beeinflusst in keinem Fall die Qualität des Buches.

Fazit

Ein Kochbuch, das hält, was es verspricht und sich durch ein einmalig schönes Design von anderen veganen Kochbüchern abhebt. Konzept und Aufmachung sind stimmig, die persönlichen Anmerkungen verleihen dem Kochbuch eine besondere Note. Besser kann man es kaum machen, ein echtes Lieblingskochbuch!

ISBN10
3833833106
ISBN13
9783833833106
Dt. Erstveröffentlichung
2013
Gebundene Ausgabe
192 Seiten

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