Kleiner Strubbel – Die nimmersatte Meerjungfrau

Autoren
Illustratoren
Céline Fraipont
Pierre Bailly
Übersetzer
Volker Zimmermann
Verlag
Reprodukt Verlag

Zusammenfassung zu “Kleiner Strubbel – Die nimmersatte Meerjungfrau”

Der Kleine Strubbel wird morgens von seinem Wecker aus dem Schlaf gerissen. Nachdem er im Bad war und gefrühstückt hat, verabschiedet er sich von seiner Mutter und verlässt das Haus mit seinem Rucksack. Gut, dass der Kleine Strubbel einen Regenschirm eingepackt hat, denn kurze Zeit später fängt es an zu regnen. Als er an einen See kommt und auf eine vermeintliche Eisscholle springt, versinkt er im Wasser und taucht unter. Als er neben Fischen auf eine freundlich wirkende Meerjungfrau trifft, passiert es: Sie öffnet ihren riesigen Mund und verschluckt den Kleinen Strubbel. Der findet sich im Magen der Meerjungfrau auf einer Müllhalde wieder und schließt sogleich Freundschaft mit der coolen Made Sammy. Aber die beiden sind nicht die einzigen in diesem geräumigen Magen. Auch ein alter Kapitän wohnt auf seinem Schiff im Meerjungfrauenmagen…

Wichtige Charaktere

  • der Kleine Strubbel
  • eine nimmersatte Meerjungfrau
  • die coole Made Sammy
  • Frau Pipette, eine Tintenfischdame
  • ein alter Kapitän

Alle Bände vom Kleinen Strubbel

Trubel im Gemüsebeet
Das Nebelhaus
Die nimmersatte Meerjungfrau
Kramik der Halunke
Auf der Burg zu Hohenhaufen

Leseprobe

Kleiner Strubbel - Die nimmersatte Meerjungfrau

Kleiner Strubbel - Die nimmersatte MeerjungfrauKleiner Strubbel - Die nimmersatte Meerjungfrau

Persönliche Bewertung

Unterhaltsamer Kindercomic mit Tiefgang, der im Magen einer Meerjungfrau spielt!

5 von 5

Der vorliegende Kindercomic ohne Text aus der Reihe „Kleiner Strubbel“ vom Reprodukt Verlag ist wieder ein Beispiel dafür, wie anspruchsvoll Themen für die Zielgruppe umgesetzt werden können. Pierre Bailly und Céline Fraipont scheinen über genügend kreatives Potenzial zu verfügen, um die Reihe nicht an Niveau verlieren zu lassen. Auf den Vor- und Nachsatzblättern kündigen sich in den Illustrationen bereits weitere Bände an, die in Frankreich bereits erschienenen sind. Meistens werden im Comic auf einer Seite jeweils sechs Panels zum Erzählen der Handlung verwendet, manchmal werden aber auch Panels zusammengezogen, so dass ein sich über die ganze Breite erstreckendes Bild entsteht, es gibt aber auch einige seitenfüllende Illustrationen. Besonders gelungen ist die Darstellung des Verschlucktwerdens, da hier ein großflächiges Bild in drei Panels aufgeteilt wird, die neben dem anatomischen Querschnitt die Geschwindigkeit und Richtung wunderbar einfangen.

Das Schöne an diesem Band ist, dass trotz einer Fülle an Themen es nie überfrachtet wirkt und es immer besonder lustig und aufregend zugeht, der Kleine Strubbel ist eben eine echte Entdeckernatur, dem die unglaublichsten Dinge passieren. Die Themen werden nicht in den Fokus der Geschichte gerückt, sie wirken als Hintergrund oder sind sehr harmonisch in den Handlungsverlauf integriert. Zum einen gibt es die Verschmutzung der Meere, im Magen der Meerjungfrau findet sich vom Teddybär über das Handy bis zur Teekanne so ziemlich alles, was weggeworfen werden kann. Zum anderen muss der Kleine Strubbel wieder einmal Abschied von einer neuen Bekanntschaft nehmen und er erfährt, was passiert, wenn jemand über beide Ohren verliebt ist und sein Interesse sich nur noch auf diese Person konzentriert. Dann muss er einsehen, dass nicht immer alles das ist, wonach es aussieht – sowohl die Meerjungfrau als auch der alte Kapitän sind anders, als sie auf den ersten Blick zu sein scheinen. Und er lernt, was passiert, wenn man zu reichhaltig und zu viel durcheinander isst.

Einzig schade und kritisierbar ist der Umstand, dass der Kleine Strubbel das Angeln lernt und mit dem Kapitän seinen Fang anschließend verspeist. Es gibt ein Panel, in dem der gefangene Fisch mit großen Augen aus dem Eimer schaut. Hier hätte man in Zeiten von Überfischung und Alternativen wie Veganismus mehr erwartet, schließlich sind Fische leidfähige Lebewesen. Der Vorgang des Fischens als solcher übt eine Faszination auf Kinder aus, so gibt es beispielsweise auch die magnetischen Fischspiele. Doch so spannend es sein mag, wenn man etwas fängt, was vorher nicht zu sehen war, die Schmerzen des Fisches werden dabei vollkommen ausgeblendet. Ein empfehlenswertes Bilderbuch über das Recht des Fisches auf seine Freiheit findet der interessierte Leser in Amelie und der Fisch von Helga Bansch.

Fazit

Der Kleine Strubbel erlebt die verrücktesten Dinge und so wird es für Kinder nie langweilig werden, den Bildern dieses Kindercomics zu folgen. Lustig, spannend und jede Menge Themen anschneidend, darf man sich auf viele weitere Comics dieser Reihe aus Frankreich freuen!

Originaltitel
La Sirène Gourmande
ISBN10
3943143627
ISBN13
9783943143621
Dt. Erstveröffentlichung
2013
Gebundene Ausgabe
32 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 3 Jahren

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