Johannes Saurer & Ulrike Albers: Käpt'n Kuddel (1) - Auf der Suche nach Atlantis

Käpt’n Kuddel (1) – Auf der Suche nach Atlantis

Autor: , Illustrator: ,

Wer Käpt'n Kuddel und Co. noch nicht kennt, der sollte es schnellstens nachholen!

  • Anspruch
  • Humor
  • Lesespaß
  • Schreibstil
  • Spannung

ISBN10: 3940138096
ISBN13: 9783940138095
Erstveröffentlichung: 2011
Gebundene Ausgabe: 48 Seiten
Empfohlenes Lesealter: Ab 4 Jahren

Verlag:
Kategorie:
Genre: ,

Kaufen bei:




Zusammenfassung zu "Käpt’n Kuddel (1) – Auf der Suche nach Atlantis"

Käpt’n Kuddel wohnt, wenn er nicht auf Hoher See Abenteuer erlebt, mit seinem Kater Rubens auf seinem Schiff, der “Mummel”. Das liegt dann an Land, und zwar an der Nordeeküste. Leider war die letzte Reparatur an der “Mummel” teurer als gedacht und die Hafengebühr muss auch noch bezahlt werden – nur wie?
Denn Kuddel ist pleite! Nach einem Besuch bei einer Wahrsagerin, die ihm eine große Reise und Abenteuer voraussagt, träumt er in der Nacht von einem großen Schatz – dem Schatz des sagenumwobenen “Atlantis”. Am nächsten Morgen macht Kuddel sich auf den Weg zu Im- und Export-Heinz und fährt schon kurz darauf nicht etwa nach Griechenland, sondern nach London! Dort nimmt er unverhofft zwei weitere Passagiere an Bord und erlebt dann zusammen mit ihnen, seinem Maschinisten Fiete und seinem Kater Rubens sein neuestes Abenteuer…

Wichtige Charaktere

  • Kät’n Kuddel
  • sein Kater Rubens
  • sein Maschinist Fiete
  • sein Schiff, die “Mummel”
  • Im- und Export-Heinz
  • die Waisenkinder Linh und Kito
  • acht griechische Seeleute

Zitate

“‘Käpt’n Kuddel, ich warte immer noch auf die Hafengebühren!’
‘Mast- und Schotbruch, ich bin pleite!’”

“Vorsichtig tasteten wir uns nach London rein. Die Schuppen aus Backstein waren geschwärzt vom Ruß der Jahrzehnte.”

“‘So, Rubens, jetzt schauen wir uns mal den Londoner Hafen an!’
‘Wie aufregend! Kenne ich nicht schon jeden Hafen der Welt?’”

Links

Internationales Maritimes Museum Hamburg


Wer Käpt'n Kuddel und Co. noch nicht kennt, der sollte es schnellstens nachholen!

Man lernt die Charaktere schon im ersten Band zu lieben, soviel vorneweg. Denn neben einer guten Geschichte ist es immer auch essentiell, überzeugende Charaktere zu erschaffen. Und das gelingt Johannes Saurer und Ulrike Albers mit dem Käpt’n und seinem Kater Rubens. Kuddel hat das Herz am rechten Fleck sitzen und ist ein absoluter Sympathieträger, der Waisenkinder bei sich auf dem Schiff aufnimmt, die streikenden Dockarbeiter versteht und selbstkritisch weiß, dass er seine offenen Rechnungen begleichen muss. Zudem ist er in seiner ganzen Art und Weise, wie er Dinge erlebt und wie er redet, einfach sehr amüsant. Besonders komisch wird es, wenn Kater Rubens in Sprechblasen die Geschicke des Käpt’ns kommentiert. Oder wenn die Autoren eine Seekarte von Atlantis zeichnen, auf der gleich mehrere Kreuze eingezeichnet sind!

Neben den gelungenen Zeichnungen der einzelnen Charaktere ist es besonders die Darstellung der Einfahrt in den Londoner Hafen, die den Nebel in die Kinderzimmer wabern lässt und die Abenteuerlust um ein Vielfaches steigert.

Betrachtet man die Geschichte abseits des Humors, fällt auf, dass auch kritische Punkte quasi nebenbei behandelt werden. So weist z.B. Kuddels Besuch bei der Wahrsagerin den erwachsenen Leser eigentlich nur darauf hin, dass man selber aktiv werden muss, um seine Probleme zu lösen anstatt darauf zu hoffen, dass einem die Zukunft wohlgesonnen ist. Und der Streik der Dockarbeiter im Londoner Hafen, mit denen sich Kuddel solidarisch zeigt, kann ebenso als Ansatzpunkt dienen, mit den Kindern darüber zu besprechen, wie das Auftauchen der Waisenkinder Linh und Kito.

Indem Käpt’n Kuddel eben mal kurz im Internet etwas nachschaut, wird deutlich, dass die Geschichte im Hier und Jetzt spielt, in der es mittlerweile ja auch schon Apps für Bilderbücher gibt…

Da die Geschichte durch die Rettung der griechischen Seeleute, den etwas anderen “Atlantis-Schatz” und die Ehrung Kuddels endet, wird es spannend sein zu lesen, ob in der Fortsetung der Geschichte die Suche nach Atlantis weitergeht und ob die Waisenkinder ein fester Bestandteil der Crew werden.

Info: Die Geschichte ist an die realen Erlebnisse von Kapitän Niels Held und seinen Frachter “Frank Leonhardt” vom 22. Dezember 1965 angelehnt.

Käpt’n Kuddel ist übrigens seit Dezember 2011 das neue Maskottchen des Internationalen Maritimen Museums in Hamburg!

Persönliche Bewertung von Tim