Ich finde was… Im All

Autoren
Illustrator
Walter Wick
Übersetzer
Charlotte Reimann
Verlag
Kosmos Verlag

Zusammenfassung zu “Ich finde was… Im All”

Vor langer Zeit lebte in einem Schloss eine Prinzessin. Eines Tages beschließt sie nach dem Aufstehen, sich in das Turmzimmer zu schleichen. Die Wachen schlafen noch, und so kommt sie über die Wendeltreppe ungesehen im Zimmer an. Auf einem alten Schreibtisch steht ihre magische Kugel, in die sie hineinsieht. In ihr erblickt sie einen Roboter aus dem All, der sie wehmütig anschaut. Nach einigen Orientierungsschwierigkeiten legt der Roboter mit seinem Raumschiff vor dem Schloss der Prinzessin eine Bruchlandung hin…

Am Ende des Buches findet man unter der Überschrift „Über dieses Buch“ eine kurze Entstehungsgeschichte des Buchs sowie die Danksagung und Biographie Walter Wicks.

Wichtige Charaktere

  • eine Prinzessin und ihr Schloss
  • ein Roboter und sein Raumschiff

Zitate

Am frühen Morgen
„Ich finde
ein fliegendes Pferd
und noch drei Drachen,
die während der Nacht
über die Schlafende wachen.“

Die schlafende Wache
„Drei Elefanten,
eine Katze mit Flecken.
Wo können sich bloß die
sechs Vögel verstecken?“

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Leseprobe beim Verlag

Persönliche Bewertung

Begeisternd und liebevoll arrangiertes Fotocollagen-Wimmelbild-Suchbuch mit überraschender Auflösung!

5 von 5

Walter Wick schafft es immer wieder aufs Neue, seine Leser zu begeistern. Auch bei seinem neusten ins Deutsche übersetzten Buch ist dies nicht anders. Dabei hat er sich eine denkbar schwierige Aufgabe gestellt, die er mit Bravour meistert. Wie passen eine Prinzessin aus dem Märchenreich und ein Roboter aus dem All bloß zusammen?, fragt man sich am Anfang des 12 Wimmelbild-Doppelseiten umfassenden Buchs. Wick löst das Ganze mit einem Besuch des Roboters. Damit aber noch nicht genug. Letztlich löst sich das ganze Arrangement auf eine unwiderstehliche und beim darüber Nachdenken offensichtliche Weise auf, die wirklich lobend erwähnt werden muss, zumal Wick es diesmal nicht nur mit seinen Suchbildern schafft, den Betrachter in die Irre zu führen, sondern auch mit der ausgedachten Handlung.

Die Reihe bleibt sich auch sonst treu, was die Qualität betrifft. Die Reime sind gut lesbar übertragen worden und dienen zum einen als Suchanleitung, zum anderen als Möglichkeit, die Zielgruppe direkt anzusprechen. Manche Dinge finden sich leichter als andere, bei einigen ist es zum Verrücktwerden, wenn man sie nach gefühlten Stunden immer noch nicht entdeckt hat. Aber es ist alles vorhanden. Wick ist nur sehr gut im „Verstecken“. Er nutzt dafür alles, was die Fotografien abbilden. So kann sich das Gesuchte auch in den gemalten Hintergründen, in Säulen oder Wandvertäfelungen befinden, wenn es nicht gerade zwischen zig anderen Sachen einfach übersehen wird – zu viel lenkt die Aufmerksamkeit in andere Richtungen, schult aber auch die Konzentrationsfähigkeit enorm. Das neu gestaltete Cover ohne Lupe wirkt sehr einladend, die Papierqualität gibt hervorragend die Fotografien wider.

Fazit

Wer mit Kindern irgendwo warten muss, ist mit diesem Buch (bzw. dieser Reihe) gut beraten. Ob alleine, mit den Eltern oder mit Freunden, man kann nicht nur die Suchaufgaben lösen, sondern auch einfach neue erfinden! Ein schier unerschöpflicher Suchspaß, der meisterhaft mit viel Kreativität arrangiert wurde und mit einem Ende aufwartet, wie es Kinder und Junggebliebene lieben werden.

Originaltitel
Can You See What I See?: Out of This World
ISBN10
3440135543
ISBN13
9783440135549
Dt. Erstveröffentlichung
2013
Gebundene Ausgabe
40 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 4 Jahren