Gespenster gibt es doch!

Friedhofstraße 43 (Band 1)

Autoren
Illustrator
M. Sarah Klise
Übersetzer
Nina Schindler
Verlag
Gerstenberg Verlag
Anspruch
5 von 5
Humor
5 von 5
Lesespaß
5 von 5
Schreibstil
5 von 5
Spannung
5 von 5

Bei Amazon ansehen

Zusammenfassung zu “Gespenster gibt es doch!”

Bestsellerautor Ignaz B. Griesgram ist hoch verschuldet und hat seit 20 Jahren keinen neuen Band seiner beliebten Geisterbezwinger-Serie geschrieben. Nun sitzt ihm seine Verlegerin Bessie Seller im Nacken, denn sie hat ihm bereits 100.000 Vorschuss für den neuen Band gezahlt. Um endlich mit dem neuen Buch anzufangen, möchte sich Griesgram für den Sommer ein ruhiges Haus mieten, wo er sich ganz auf die Schreiberei konzentrieren kann. Die Maklerin schlägt ihm eine Reihe verschiedener Objekte vor und Ignaz entscheidet sich für die viktorianische Villa mit den 32 ½ Zimmern in der Friedhofstraße 43.

Bald nach dem Einzug stellt er jedoch fest, dass er den Mietvertrag nicht gelesen hat und so nicht wusste, dass in der zweiten Etage des gemieteten Hauses ein elfjähriger Junge mit seiner Katze wohnt – der Sohn der Vermieter, die ihn zurückgelassen haben und auf Forschungsreise gegangen sind. Der Vertrag ist unterschrieben und Ignaz muss sich damit abfinden und mit dem Jungen arrangieren. Die beiden beginnen eine schriftliche Korrespondenz per Brief. Schon bald glaubt Griesgram, der Junge hätte den Verstand verloren, denn er behauptet, in der Kuppel der Villa wohne das Gespenst von Olivia C. Spence, die vor 100 Jahren die Villa erbaute, um hier ihre Romane zu schreiben (die jedoch nie verlegt wurden). Das Türenknallen, Klavierspielen und andere Merkwürdigkeiten sind auf Olivia zurückzuführen.

Schließlich muss Ignaz erkennen, dass es Olivia tatsächlich gibt und zu seinem großen Erstaunen freundet er sich sogar mit ihr an und lässt sich auf ihren Vorschlag ein, zusammen ein Buch zu schreiben. In der Zwischenzeit verliert jedoch seine Verlegerin die Geduld mit ihm und kündigt die Zusammenarbeit. In der Friedhofstraße gibt es allerdings andere Probleme: die Villa soll abgerissen werden, da sich das Grundstück ohne das baufällige Haus besser verkaufen lässt. Severin möchte die Villa gern kaufen, doch von Rasenmähen und Zeitungen austragen verdient man eben lange nicht genug, um eine ganze Villa zu bezahlen…

Wichtige Charaktere

  • der Kinderbuchautor Ignaz B. Griesgram
  • Severin Hoffnung
  • seine Eltern Leo und Diana Hoffnung
  • Olivia C. Spence
  • Immobilienmaklerin Anita Billiger
  • Rechtsanwalt E. Gadds
  • Verlegerin Bessie Seller
  • Privatdetektiv Frank N. Böhnchen
  • Katze Mohrle

Zitate

„‚Ich wohne in einem Haus mit einem Jungen und einem Gespenst. Jawohl, einem echten Gespenst! Es heißt Olivia C. Spence. Sie hat dieses Haus gebaut, um hier ihre Bücher zu schreiben, aber sie konnte nie einen Verleger finden, der ihre Bücher veröffentlicht hätte – bis jetzt. Wir sind übereingekomen, zusammen ein Buch zu schreiben!'“

„‚Ich habe nur gesagt, dass unser Leben eine Geschichte ist und dass Du die Hauptfigur in Deiner Geschichte bist. Ist Deine Geschichte komisch oder traurig? Ist sie langweilig? Oder ist es ein spannendes Drama, bei dem es einem eiskalt über den Rücken läuft? Ich meine damit einfach, dass jeder von uns der Autor seines Lebens ist. Wenn du mir also sagst, Du hast Dich verändert, dann freut mich, was Du als Autor Deines Lebens erreicht hast.'“

Alle Bände um die Friedhofstraße 43

1. Gespenster gibt es doch!
2. Nur über meine Leiche!
3. Ein Gespenst kommt selten allein
4. Das Phantom im Postamt
5. Gespensterspuk in Hollywood

Links

Website zur Friedhofstraße 43

Persönliche Bewertung

Außergewöhnlicher und liebenswerter Gespenster-Roman in Briefen.

5 von 5

Gleich vorneweg: dieses Buch ist keine gewöhnliche erzählte Geschichte, mit Charakteren und einem Erzähler. Vielmehr besteht das gesamte Buch ausschließlich aus Dokumenten: Briefen zwischen den einzelnen Charakteren und Zeitungsseiten mit Artikeln. So ungewöhnlich dies auf den ersten Blick scheint, ist die Geschichte dennoch wunderbar und außergewöhnlich umgesetzt – Briefe und Artikel alleine können tatsächlich eine vollwertige und spannende Geschichte erzählen! Wunderbar ist der griesgrämige Autor portraitiert, der sich langsam auf den Jungen und das Gespenst einlässt und schließlich doch ein neuer Mensch werden möchte – er wird zum Autor seines eigenen Lebens, das sich zum Guten wenden soll.

Fazit

Großartig erzählte Geschichte voller Tiefgang und Witz, die Lust auf den zweiten Teil macht!

Originaltitel
43 Old Cemetery Road. Book one: Dying to meet you
ISBN10
3836953218
ISBN13
9783836953214
Dt. Erstveröffentlichung
2011
Gebundene Ausgabe
160 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 8 Jahren