Fünf

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Wunderlich Verlag

Zusammenfassung zu “Fünf”

Eine Frauenleiche wird auf einer Kuhweide gefunden. Mit Fesselspuren und einer postmortalen Tätowierung auf beiden Fußsohlen. Die Tätowierung stellt sich als eine Art Code heraus. Man kann diesen als Daten in ein GPS-System eingeben. Was das Ermittlerteam Kaspary/Wenninger auch tut. Am dem Ort, zu dem die Koordinaten sie führen, werden sie auch tatsächlich fündig! Sie entdecken eine gut versteckte Kiste. Der Mörder spielt ein Spiel, dass sich Geo-Caching nennt (und auf GPS-Daten basiert). In der Kiste liegen nicht nur weitere Leichenteile, sondern auch Hinweise zum Weiterspielen. Aber jede Person, die die beiden Ermittler entdecken und enttarnen, ist kurz darauf ebenfalls verschwunden, oder tot. Und an jedem weiteren Fundort gibt es auch weitere Leichenteile. Ein perfides Spiel, das an die physischen und psychischen Grenzen der ermittelnden Beamten führt. Vor allem als die zweifache, frisch geschiedene Mutter Beate Kaspary selbst zum Bezugspunkt des Täters wird. Und immer noch keine Beziehung zwischen den Opfern zu erkennen ist. Und zudem der Chef noch Druck macht. Doch Kaspary gibt nicht auf, selbst als sie sich ihrer Vergangenheit stellen muss.

Wichtige Charaktere

  • die Ermittler Beatrice Kaspary und Florian Wenninger

Zitat

„Sie hatte richtig gelegen. Kopf hoch konnte man auf zweierlei Art verstehen./ Was einmal Herbert Liebschers Denken gesteuert hatte, seiner Erinnerungen beherbergt und seine Sinne gelenkt, befand sich jetzt hinter der starken Kunststofffolie, die bereits all die anderen gefundenen Körperteile umschlossen hatte./ Beatrice wechselte einen stummen Blick mit Florin. Über die Todesursache würde sich Vogt diesmal keine Gedanken machen müssen. Liebscher war der Kopf weggeschossen worden, ein großes Stück in der rechten Schläfengegend fehlte, graue Hirnmasse klebte am Inneren der Folie./ Weniger auffällig, aber dennoch unübersehbar war das Fehlen der beiden Ohren. Auf der einen Seite war die Schnittwunde dunkelrot verschorft, auf der anderen glatt und blass. Die schiefen Zähne, bräunlich gelb verfärbt, waren gebleckt./ Teetrinker, dachte Beatrice, oder starker Raucher.“

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Persönliche Bewertung

Serien-Killer-Krimi-Spannung pur – eingebettet in ein modernes Spiel, dass sich Geo-Caching nennt

4 von 5

Auslöser für den Kauf dieses Thrillers, inmitten des überbordenden Serienkiller-Thriller-Angebots einer großen, wohlsortierten Bahnhofsbuchhandlung, war der Begriff des Geo-Caching im Klappentext. Es hört sich spannend und ungewöhnlich an, einen Täter anhand von GPS-Koordinaten zu jagen. Irgendwie modern. Und so war kam es dann auch! Der Autorin, die zuvor Erfolg mit Jugendbüchern wie „Erebos“ und „Saeculum“ hatte, gelingt es, ein modernes Spiel (das ein bisschen an die altmodische Schnitzeljagd erinnert) in einen ansprechenden Thriller einzubauen. Die Krimihandlung selbst ist rätselhaft, genau richtig brutal und blutrünstig, nicht übermäßig überladen mit Täterpsychologie und bleibt spannend bis zum Schluss. Was die Autorin an Psychologisiererei beim Killer einspart – zumindest vordergründig – baut sie zum Ausgleich bei dem Ermittlerteam Kaspary/Wenninger und bei den Opfern ein. So bekommt man zu einer gut gebauten Thrillerhandlung auch noch reichlich Alltags-Psychogramme geliefert – quasi ein Abbild des Lebens. Bis in die Abgründe der Trauma-Psychologie steigt Poznanski dabei hinab und darin treffen die Fäden der Handlungsstränge dann auch wieder aufeinander. Spannend bis zum Schluss und falls es einmal eine Fortsetzung geben sollte, wird die Rezensentin diese dann ganz bewusst aus dem Bücherregal in der Bahnhofsbuchhandlung greifen – egal worum es in dem Spiel gehen wird.

Fazit

Serien-Killer-Krimi-Spannung pur – eingebettet in ein modernes Spiel, dass sich Geo-Caching nennt, garniert mit reichlich Lebens und Trauma-Psychologie, die dann auf überraschende Weise zu des Rätsels Lösung führt.

ISBN10
3805250312
ISBN13
9783805250313
Dt. Erstveröffentlichung
2012
Gebundene Ausgabe
384 Seiten