Einfach kochen Chinesisch

Autoren
Übersetzer
Barbara Buchwalter
Claudia Mousson-Lessing
Verlag
AT Verlag

Zusammenfassung zu “Einfach kochen Chinesisch”

Ganz klassisch startet dieses „Chinesisch-Kochbuch“ mit einer Einleitung, die an die gründliche Vorbereitung vor dem eigentlichen Kochvorgang appelliert, denn chinesische Gerichte sind schnell gar. Danach werden unter dem Titel „Direkt aus China“ alle fürs Chinesisch-Kochen benötigten Grundlebensmittel aufgezählt, interessanterweise ausschließlich als Foto. So weiß der Leser im Asia-Laden gleich, wonach er greifen muss. Ähnlich ist das Kapitel „Küchenhelfer“ gestaltet, auch hier wird dem Bild zuliebe auf den Text verzichtet. Unter dem Kapitel „Wok einbrennen“ findet sich eine Kurzanleitung zum Umgang mit dem wohl wichtigsten Kochgeschirr der chinesischen Küche. In aller Kürze wird dann auch das Thema „Reis kochen“ ausgeführt, wobei eigentlich der Reiskocher empfohlen wird. Unverzichtbar für die chinesische Küche und im Buch reichlich bebildert vorgetragenen: das Thema „Ein Hühnchen zerlegen … auf chinesische Art“. Der darauffolgende Abschnitt „Saucen und Würzpasten“ liefert die Rezepte für die sechs wichtigsten Grundsaucen der chinesischen Küche, beispielsweise eine Sojaessigsauce oder eine Essig-Chilisauce. Der Rezeptteil gliedert sich in Vorspeisen; Gemüse und Tofu; Fisch und Meeresfrüchte; Geflügel, Rind, Schwein; und die Desserts. Die Rezepte selbst sind eher schlicht und wenig ausgefallen. Jedes Rezept wird einseitig aufgelistet und auf der gegenüberliegenden Seite bebildert. Den Abschluss des Buches bildet ein Glossar, dass Grundzutaten der chinesischen Küche, angefangen von Austernsauce über Chilisauce und Choi Sum bis hin zu Schnittknoblauch und Zimt etwas genauer vorstellt.

Zitate

„Denken Sie daran, dass ein Gericht selten länger als 10 Minuten gekocht wird und dass alle Zutaten bei großer Hitze gebraten werden. Die erfordert eine gründliche Vorbereitung.“

„Im Vorratsschrank – Das sollte nicht fehlen: Reis, getrocknete Nudeln, Glasnudeln, Pflaumensauce, Austernsauce, Reiswein, Sojasauce, getrocknete Pilze, Hoisinsauce, Bambussprossen, Wasserkastanien, Erdnuss- und Sesamöl.“

Auszug aus den Rezepten

Garnelentoast
Dim Sum
Dampfgegarte Knoblauch-Garnelen
Hühnchen Kung Pao
Geschmorte Schweinehaxe
Mongolisches Lamm
Ausgebackene Bananen
Sagopudding mit Mandelaroma

Persönliche Bewertung

Charakterschwaches Chinesisch-Kochbuch, das wie eine Werbung für Fertignahrungsmittel aus dem Asia-Markt wirkt.

2 von 5

Dieses Kochbüchlein hinterlässt die Rezensentin etwas ratlos. Klassisch aufgebaut, aber inhaltlich eher nichtssagend, zwar reichlich bebildert, aber auch die Food-Fotografien eher eine flüchtige Impression aus einem modernen Küchenstudio, als wirklich etwas Essbares. Sicher kann man die Rezepte nachkochen, aber was das dann noch mit chinesischer Küche zu tun hat, bleibe dahin gestellt. Vielleicht hätte dieses Büchlein eher den Titel „Chinesisch für die global-moderne Küche“ tragen sollen? Denn hier kommen wir zu dem wirklichen Manko des Büchleins: Völlig unreflektiert werden als Grundzutaten für das chinesische Koch- und Genusserlebnis in großem Ausmaß industriell gefertigten Zutaten vorgeschlagen, deren allzu häufiger Genuss der Gesundheit sicher nicht zuträglich ist. Und ob so viel Industrie-Food dann auch wirklich schmeckt, bleibe auch dahin gestellt. Andere Kochbücher können es anders, als Vorbild sei hier das Vietnam-Kochbuch des GU-Verlages erwähnt, das seinerseits auf den Einsatz von Glutamat in den Rezepten verzichtet. Ein weiteres Manko, das ebenfalls nicht unerwähnt bleiben soll, ist die kleine Schrifttype des Buches, denn Schriftgrößen vom Typ 10 sind beim Kochen einfach mal unglaublich schwer zu entziffern. Da helfen dann auch die großen Bilder nicht weiter.

Originaltitel
Basic Chinois
ISBN10
3038004480
ISBN13
9783038004486
Dt. Erstveröffentlichung
2009
Taschenbuch Ausgabe:
160 Seiten

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