Die türkische Küche

Die besten Rezepte aus der Türkei, Syrien, dem Libanon und den Balkanländern

Autoren
Verlag
Kaleidoskop Buch

Zusammenfassung zu “Die türkische Küche”

„Die türkische Küche“ der Autorin Sarah Woodward startet mit einer Einleitung, die Appetit macht auf ein üppiges türkisches Menü. Nach einem kurzen Abriss der Geschichte des Osmanischen Reiches geht es weiter zu den Rezepten. Zum Start hält Woodward fest, dass es ihr nicht um die originalgetreue Wiedergabe von Rezepten der Palastküche geht, sondern eher darum, die Gemeinsamkeiten der kulinarischen Traditionen der heutigen Türkei und seiner Nachbarstaaten aufzuspüren, und diese in möglichst leicht nachzukochenden Rezepten wiederzugeben. Dabei widersteht sie der Versuchung, die zeitaufwendigen, raffinierten Rezepte, die wesentlicher Bestandteil der türkischen Küche sind, in das Kochbuch mit aufzunehmen und beschränkt sich auf die unkomplizierten und praktikablen.

Der Rezeptteil des Kochbuches orientiert sich an der klassischen Menü- und Tagesabfolge. Jedem Kapitel ist eine Einleitung vorangestellt. Wichtige Begriffe der Küche werden innerhalb der einzelnen Kapitel erläutert. So finden sich beispielsweise Exkurse zum Thema Tee und Joghurt genauso wie zu Fisch-Kebabs und Güvec-Gerichten. Auch die einzelnen Rezepte sind oft um eine persönliche Notiz der Autorin ergänzt, mal hat sie eine Geschichte zum Rezept zu erzählen, ein anderes Mal beschreibt sie geschmackliche Variationen, die sich durch die Beigabe verschiedener Zutaten erzielen lassen. Ihre Rundreise durch die kulinarische Welt der Türkei beschließt die Autorin mit einem Besuch in einem türkischen Bergdorf und den Rezepten für eingelegte grüne Paprikaschoten und marinierte Oliven. Bebildert ist das Kochbuch mit 120 Food-Bildern ergänzt um Aufnahmen aus dem kulinarischen Alltag.

Zitate

„Hirtensalat – Ein Hirte nahm auf seinem Weg in die Berge in seinem Proviantbeutel ein paar reife Tomaten, ein oder zwei Paprikaschoten, vielleicht eine dicke Gurke und mit Sicherheit eine saftige, rote Zwiebel mit. Wenn ihn zur Mittagszeit der Hunger überkam, schnitt er die Gemüse mit seinem scharfen Messer in Stücke, die er dann mit Salz und Pfeffer beträufelt aß. Aus dieser gängigen Vorstellung vom Landleben entstand der beliebte Sommersalat der östlichen Mittelmeerregion – wobei er natürlich verfeinert wurde, und das aus gutem Grund. Schließlich schmeckt der Salat wesentlich besser, wenn alle Zutaten klein geschnitten werden, so dass sich ihre Aromen besser entfalten können.“

Auszug aus den Rezepten

Granatapfel-Sorbet
Brautsuppe
Gegrillter Fisch mit Ei-Zitronen-Sauce
Eier in Paprika-Tomaten-Sauce
Pilaw mit Muscheln
Süßspeise aus Brot und Sauerkirschen
Baklava

Persönliche Bewertung

Informatives Einsteigerkochbuch in die Küche des Vorderen Orients – praktikabel und stabil gebunden

4 von 5

Ein beeindruckend kenntnisreiches Buch zum Thema „Die Türkische Küche“. Fokus ist nicht die traditionelle türkische Küche, die für den hiesigen Hausgebrauch extrem zeitaufwendig nachzukochen wäre, sondern es sind die einfachen Rezepte, die die türkische Küche oft auch von anderen Kulturen adaptiert hat. Es findet sich eine Vielfalt leicht nachzukochender Rezepte, wobei der Schwerpunkt auf Suppen, Vorspeisen und Salaten liegt. Die Darstellung der Rezepte ist übersichtlich gehalten, die ergänzenden Informationen machen Appetit auf das Nachkochen. Das Buch selbst ist großformatig und stabil. Die Rezeptbilder sind für den persönlichen Geschmack der Rezensentin etwas zu dunkel geraten, dafür entschädigen aber die Alltagsaufnahmen an vielen Stellen das Auge. Insgesamt eine gelungene Einführung in die Küche des Vorderen Orients.

Originaltitel
The Ottoman Kitchen
ISBN10
3884728520
ISBN13
9783884728529
Dt. Erstveröffentlichung
2001
Gebundene Ausgabe
144 Seiten

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