Fenimore Cooper - Der letzte Mohikaner

Der letzte Mohikaner

Autor: Übersetzer: Illustrator:

Ein echter Klassiker, jedoch recht schwarz-weiß und gewaltverherrlichend gezeichnet.

  • Anspruch
  • Humor
  • Lesespaß
  • Schreibstil
  • Spannung

Originaltitel: The Last of the Mohicans
ISBN10: 3570221830
ISBN13: 9783570221839
Erstveröffentlichung: 2010
Taschenbuchausgabe: 192 Seiten
Empfohlenes Lesealter: Ab 10 Jahren

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Zusammenfassung zu "Der letzte Mohikaner"

Es ist das Jahr 1750, die nordamerikanischen Prärien werden noch immer von verschiedenen Indianerstämmen bewohnt, doch inzwischen haben sich auch viele Weiße hier angesiedelt. Zudem leisten sich Engländer und Franzosen erbitterte Kämpfe um die koloniale Vormachtstellung. Als aus dem englischen Lager Fort Edward die Töchter des Oberst Munro sich in der Begleitung von Mayor Duncan, dem frommen Sänger David sowie eines Indianers auf dem Weg zu ihrem Vater in Fort William Henry. Der Indianer erweist sich als falscher Weggefährte und so ist es ein Glück, dass die Gruppe auf den englischen Kundschafter Falkenaugen und dessen indianische Freunde Chingachgook und Uncas trifft. Zusammen machen sie sich auf den gefährlichen Weg nach Fort William Henry und müssen einigen Gefahren trotzen: so entführt der Indianer Magua die beiden Mädchen, denn er begehrt Cora zur Frau. Die Gruppe unter Falkenauge muss viel Mut und List beweisen, um sie wieder zu befreien…

Wichtige Charaktere

  • Falkenauge
  • Uncas und sein Vater Chingachgook
  • der fromme Sänger David
  • Heyward
  • Cora und Alice Munro und ihr Vater
  • Mayor Duncan
  • Magua

Zitate

“Und gleich darauf traf Uncas’ Pfeil den Feind, der kopfüber den Abhang hinunter in den Fluss stürzte. Doch für ihn tauchten vier andere Indianer auf, denen sich Falkenauge und der Major sowie ihre zwei indianischen Freunde entgegenstürzten. Ein harter Kampf von Mann zu Mann entbrannte. Ein riesiger Indianer stürzte sich auf Falkenauge, der seine Waffe verloren hatte. Doch beim Ringen mit seinem Gegner konnte er diesem das Messer entwinden und es ihm mit aller Kraft in die Brust stoßen. Heyward war indessen in einen noch weit gefährlicheren Kampf verwickelt.”


Ein echter Klassiker, jedoch recht schwarz-weiß und gewaltverherrlichend gezeichnet.

“Der letzte Mohikaner” gehört unbestritten zu den bekanntesten Klassikern der Indianergeschichten. Spannung bietet die Geschichte von Fenimore Cooper zwar mit ihren Kampfszenen, der kritische Leser wird sich jedoch am deutlichen Mangel an Reflektion und an einer großen Portion Schwarz-Weiß-Malerei stören. Gewalt der “Guten” ist natürlich erlaubt und läuft unter “ferner liefen”, Gewalt von Seiten der “bösen” weil feindlichen Indianer ist dagegen eine schlimme Sache! Ganz davon abgesehen, dass der Krieg zwischen Engländern und Franzosen sowie die gewaltvolle Besiedelung der indianischen Gebiete mit nicht geringer Gewalt verbunden waren. Doch wenn man den “letzten Mohikaner” genießen möchte, darf man sich daran nicht stören. Die Glorifizierung der “Helden” der Geschichte wirkt mitunter etwas plakativ und einseitig. Auch das Frauenbild von den hilflosen Damen ist nicht unbedingt zeitgemäß (was vielleicht von einem Klassiker wie diesem nicht zu erwarten ist, aber dennoch keinen positiven Eindruck hinterlässt.) Ob dieses Buch deswegen als Kinder- und Jugendbuch tatsächlich geeignet ist, darf bezweifelt werden. Allein der Sänger David, der durch nichts zu erschüttern ist, vermag den Leser etwas zu amüsieren, wenn auch seine stoische Frommigkeit einen mitunter den Kopf schütteln lässt.
Fazit: Kann man aus Interesse lesen, muss man aber nicht.

Persönliche Bewertung von Buchhexe Redaktion