Der Hutz

Autoren
Illustrator
Walko
Verlag
cbt Verlag
Anspruch
4 von 5
Humor
5 von 5
Lesespaß
4 von 5
Schreibstil
4 von 5
Spannung
3 von 5

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Zusammenfassung zu “Der Hutz”

Der zwölfjährige Elvis soll seine Ferien bei seiner Oma in Maienfeld verbringen, um ungestört und ohne die Ablenkungen und Versuchungen digitaler Medien für seine Nachprüfung zu lernen. Sein Plan: So schnell wie möglich die Lernerei hinter sich zu bringen, um wieder nach Hause fahren zu dürfen! Nicht nur dass Oma Michel in so einem kleinen langweiligen Ort wohnt, sie hat auch diesen verrückten Hund namens Hutz, der sich gar nicht wie ein echter Hund benimmt. Er klettert auf Bäume, er springt in Pfützen, bellt nicht und gibt seltsame Geräusche von sich.

Auch Oma Michels Nachbarn, Herrn Sauerbier, ist das merkwürdige Verhalten vom Hutz schon aufgefallen. Der Journalist, der sich selbst SMart nennt, hat sich in den Kopf gesetzt, den Hund zu enttarnen und mit dieser Enthüllungsgeschichte berühmt zu werden. In seiner Entschlossenheit, einen Beweis für die wahre Natur des Hutz zu finden und nicht weiter von den Maienfeldern für seine abstrusen Theorien ausgelacht zu werden, schreckt SMart auch vor sehr unfairen gewaltsamen Methoden nicht zurück. So haben Elvis und seine neue Freundin Lena viel damit zu tun, auf Hutz aufzupassen und SMarts Pläne zu vereiteln. So gestalten sich die Ferien in Maienfelde deutlich aufregender als erwartet…

Wichtige Charaktere

  • Elvis Miller
  • der Hutz
  • Oma Michel
  • Lena Sommer
  • Herr Sauerbier aka SMart
  • Häuptling Tschiwauwi von den Arboori
  • Benno und seine Freunde

Zitate

„‚Raus mit dir!‘, zischte ich und zeigte zum offenen Fenster. Ich wollte den Stinker nicht in meinem Zimmer haben. Er sah mich enttäuscht an, dann hüpfte er hinaus und watschelte zum Ende des Vordachs. Dort drehte er sich um, sah mich an und zeigte mir die Zunge. Danach verschwand er hurtig über die Dachkante.“

„Das Einzige, was mich auch jetzt noch aufregte, war dieser idiotische Lulatsch Benno mit seinen schwachsinnigen Freunden. Diese Blödis so richtig zur Schnecke zu machen wäre ein Vergnügen, dachte ich. Lena würde Augen machen. Jedoch ich Hasenfuß, was konnte ich tun gegen solche Kraftbestien?
Ich schaute in den Spiegel und wie immer frustrierte mich meine schmächtige Heldenfigur.“

Links

Leseprobe (PDF) beim Verlag

Persönliche Bewertung

Höchst vergnügliche Geschichte um eine einzigartige Hauptfigur

4 von 5

Walko kennt man durch seine grandiosen, sehr illustrationslastigen Kinderbuchreihen „Die Pappenburger“ und vor allem „Hase und Holunderbär“. Mit dem „Hutz“ erscheint sein erstes längeres Kinderbuch, in dem die (schwarz-weiß)-Illustrationen eher Beiwerk sind und die gut 200 Seiten lange Geschichte untermalen. So beweist sich Walko zum ersten Mal primär als Autor eines längeren Buchs. Und diesen Versuch kann man durchaus als gelungen bezeichnen.

Mit dem „Hutz“ hat die Fantasie des Autors einen einmaligen Charakter erschaffen, der ebenso fasziniert und Sympathien anzieht wie er die Lachmuskeln anregt. Für Kinder ist sicherlich allein die kuriose Sprache des Hutz höchst unterhaltsam – und beschert auch dem erwachsenen Vorleser viel (Vor-)Lesefreude. Die Geschichte wird weitgehend von einem Ich-Erzähler aus der Perspektive von Elvis wiedergegeben und ist dementsprechend in (unterhaltsamer) Umgangssprache verfasst. Stellenweise übernimmt ein auktorialer Erzähler, wenn zum Beispiel der Hutz ohne das Wissen von Elvis oder Oma Michel seinem geheimen Leben nachgeht.

Inhaltlich zieht sich der hohe Unterhaltungswert der Geschichte vor allem aus dem Humor, den der Autor mit dem Hutz selbst, aber auch mit verschiedenen urkomischen Situationen sowie seiner teilweise herrlich respektlosen Sprache beweist. Anders als zu vermuten wäre, geht es im Grunde nicht um die Frage, was oder wer der Hutz tatsächlich ist, denn schon im dritten Kapitel werden die Arboori vorgestellt. Auch andere Wendungen der Geschichte lassen sich erahnen. Primär eine unterhaltsame (Ferien-)Lektüre, fließen doch am Rande vereinzelte Fakten ein sowie eine sanfte Sensibilisierung der jungen Leser für Umweltthemen.

Walkos Illustrationen, die ganzseitig, halbseitig, als Vignetten oder nachgestellte Zeitungsseiten die Handlung begleiten, erinnern an vielen Stellen an den wunderbaren Quentin Blake. Gesichtsausdrücke der Figuren und vor allem der Hutz und seine Familie sind sehr treffend gezeichnet.

Auch wenn das Buch selbst nicht darauf hinweist, da die Handlung mit dem Ende der Geschichte abgeschlossen ist, verrät ein Blick auf die Verlagsseite, dass es sich bei „Der Hutz“ um den ersten Band einer Reihe handelt, und so bleibt, gespannt die Fortsetzung abzuwarten.

Fazit

„Der Hutz“ ist ein originelles, unterhaltsames Kinderbuch, das sich leicht und flüssig liest, aber auch großartig vorlesen lässt. Zwar lässt sich die Handlung teilweise vorhersehen, eine Fortsetzung der Geschichte um den unvergleichlichen Hutz ist dennoch sehr wünschenswert.

ISBN10
3570163180
ISBN13
9783570163184
Dt. Erstveröffentlichung
2015
Gebundene Ausgabe
208 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 9 Jahren

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