Das Buch ohne Staben

Autoren
Übersetzer
Axel Merz
Verlag
Bastei Lübbe

Zusammenfassung zu “Das Buch ohne Staben”

„Das Buch ohne Staben“ beginnt mit der Vergangenheit des berüchtigten Bourbon Kid, des Massenmörders, der Santa Mondega schon zweimal heimsuchte und ein Blutbad anrichtete. Seine erbarmungslose Brutalität begann in einer grausamen Nacht, als er seine Mutter verlor und begann sich für das Verbrechen zu rächen und seinen eigenen Schmerz durch die Leiden seiner Opfer zu betäuben. Der einzige Mensch, der ihm etwas bedeutet, ist sein geistig zurückgebliebener kleiner Bruder.

Als drei Cops der Stadt, alle drei Vampire, seinen Bruder aus der Klinik entführen und grausam zu Tode foltern, um sich an seinem Blut zu berauschen, beginnt der Bourbon Kid einen grausamen Rachfeldzug. Gleichzeitig ist auch Peto, der einzig überlebende Mönch von Hubal wieder in der Stadt. Er trägt das Auge des Mondes bei sich und ist auf der Suche nach dem Bourbon Kid, um ihn mit Hilfe des Auges vom Bösen zu „heilen“. Doch damit noch nicht genug: Dante und Kacy, zwei der wenigen Überlebenden aus dem ersten Band, sind ebenfalls in die Stadt zurückgekehrt, wenn auch nicht freiwillig. Dante wird von Officer Swann und seiner Kollegin gezwungen sich auf eine äußerst gefährliche Mission zu begeben: Er muss sich in einen der Vampirclans der Stadt einschleichen, um von dort nach dem Mönchen Peto und dem Auge des Mondes zu suchen. Was Dante nicht weiß: zuvor ist die Mumie des Ramesis Gaius zum Leben erwacht und aus dem örtlichen Museum geflohen, um seine Tochter Jessica und das Auge des Mondes zu suchen…

Wichtige Charaktere

  • Dante und Kacy
  • Bourbon Kid
  • der Mönch Peto
  • Sanchez, der Barmann aus der Tapioca Bar
  • der Serienvergewaltiger und Officer Robert Swann
  • Ramesis Gaius und seine Tochter Jessica
  • die Vampire Obedience, Fritz, Silence, Déjà-Vu, Cleavage und Moose

Zitate

„Die drei jungen Werwölfe schüttelten im Gleichtakt die Köpfe. Sie hatten etwas hinter Igor bemerkt, das nach Rückzug verlangte. Die Gerüchte, dass Igor den zurückgebliebenen kleinen Bruder des Bourbon Kid getötet hatte, schienen sich als wahr herauszustellen. Denn hinter Igor stand ein Anblick, den sie niemals zu sehen gehofft hatten. Es war der Ablick eines Mannes mit einer Kapuze über dem Kopf, der hinter dem Tresen auftauchte, das Gesicht verborgen im tiefen Schatten unter der Haube.
Die finstere Gestalt hielt die behandschuhten Hände vor sich ausgestreckt, etwas mehr als einen halben Meter auseinander, die Fäuste geballt. Und um die Fäuste gewickelt spannte sich straff ein silbern glänzendes Stück Käsedraht.
Bevor Igos Instinkte erwachen und ihm sagen konnte, dass er in Schwierigkeiten stecke, war der Käsedraht über seinen Kopf gesurrt und hatte sich eng um seinen Hals gelegt. Keine Sekunde später hatte der Mann mit der Kapuze den riesigen, zappelnden und strampelnden Werwolf über den Tresen und außer Sicht gezerrt.
Binnen fünf Sekunden war das Fawcett Inn leer und verlassen. Kein Gast wollte bleiben, um das Erghebnis dieser Auseinandersetzung abzuwarten. Sie hatte alle schon viel mehr gesehen, als ihnen lieb war.
Der Bourbon Kid war zurück. Unr er hatte noch nicht einmal angefangen zu trinken.“

Alle Bücher der Reihe

Das Buch ohne Namen
Das Buch ohne Staben
Das Buch ohne Gnade
Das Buch des Todes

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Persönliche Bewertung

niveauloser und abstoßender als sein Vorgänger, jedoch ebenso blutrünstig und grotesk

3 von 5

Wo „Das Buch ohne Namen“ schon überaus gewalttätig und wenig niveauvoll war, ist „Das Buch ohne Staben“ noch um einiges abstoßender und scheint alle schlechten Eigenschaften des ersten Buches um Längen übertreffen zu wollen. Die Gewalttaten werden detaillierter beschrieben, sodass es mitunter kaum zu ertragen ist und sogar Abscheu hervorruft. Ebenso schwer erträglich ist die von Umgangssprache und Schimpfwörtern durchzogene Sprache, die sich nicht auf die wörtliche Rede der Charaktere beschränkt, sondern auch einen Teil der Handlung ausmacht. Keine Frage: Das Buch möchte schockieren! Das größte Problem bei dieser Tatsache ist die Frage nach dem Sinn: Was sollen die sinnlosen Gemetzel, die extreme Skrupellosigkeit und die primitive und nicht selten sexistische Wortwahl bezwecken? Die sehr plumpe Charakterstudie des Bourbon Kid, die seine extreme Mordlust mit einer schweren Kindheit zu erklären versucht, ist hier ein sehr dürftiger Grund. Die einzigen Sympathieträger der Geschichte sind der simple Dante, der jedoch auch vor skrupellosem Mord und Beihilfe zu Folter nicht zurückschreckt, sowie seine Freundin Kacy. Alle anderen Charaktere des Buches sind nicht nur recht flach beschrieben, als Leser ist man nicht einmal traurig, wenn sie wenige Seiten später wieder grausam ausgelöscht werden. Allein die Erbarmungslosigkeit und Brutalität ihrer Tode schockiert. Besonders skurril ist auch die Tatsache, dass stellenweise sogar Sympathie für die massenmordende Gestalt des Bourbon Kid erzeugt werden soll. Die Geschichte gipfelt in einer Art Happy End, das einen recht unpassenden und grotesken Abschluss des über 400 Seiten langen Gemetzels bietet. Bleibt abzuwarten, wie diese Geschichte durch den dritten Band noch gesteigert werden soll.

Fazit: Definitiv keine Empfehlung, das beste am Buch ist leider das Cover!

Originaltitel
The Eye of the Moon
ISBN10
3785760310
ISBN13
9783785760314
Dt. Erstveröffentlichung
2010
Taschenbuchausgabe
446 Seiten

Eine Antwort zu
Das Buch ohne Staben

  1. Michael Petrikowski

    Wer die­ses Buch gele­sen hat, ist wohl an einer Fort­set­zung nicht mehr inter­es­siert!