Cara – Gespenstermädchen sind grün

Autoren
Verlag
Thienemann Verlag
Anspruch
3 von 5
Humor
4 von 5
Lesespaß
3 von 5
Schreibstil
3 von 5
Spannung
4 von 5

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Zusammenfassung zu “Cara – Gespenstermädchen sind grün”

Eines Tages überrascht Jonathan in der Wohnung einen vermeintlichen Einbrecher. Dieser entpuppt sich als grünes Gespenstermädchen namens Cara, das im Keller des Wohnhauses lebt. Die beiden Kinder freunden sich an und Jonathan verrät Cara seine Probleme mit der Vermieterin und in der Schule. Doch auch Cara hat ein Problem: Ihre Gespensterkräfte scheinen nachzulassen! Als sie wie gewohnt durch die Wände in Jonathans Zimmer hindurchtreten möchte, bleibt sie mit dem Arm stecken und muss von Jonathan mit dem Hammer befreit werden. Dem Problem kommen sie bald auf die Spur: Caras Gespensterschatz wurde gestohlen und damit verschwinden auch ihre Kräfte. Wenn der Schatz nicht rechtzeitig gefunden und zurück gebracht wird, muss sie sich sogar komplett auflösen!

Jonathan macht sich mit Cara auf die Suche nach dem Dieb. Zu schade nur, dass ihr Onkel Somnus ihnen nicht helfen darf und dass Caras Kräfte inzwischen so schwach sind, dass sie nicht einmal mehr durch Wände gehen kann. Zumindest bekommen sie von Somnus zwei Erste-Hilfe-Blüten, die Cara für wenige Minuten ihre Gespensterkräfte zurückgeben. Leider schwächen die Blüten sie zusätzlich und so befinden sich Jonathan und Cara bald in einem Wettlauf gegen die Zeit…

Wichtige Charaktere

  • Jonathan
  • seine Eltern
  • Cara
  • Frau Mettmann
  • Frau Krakenhuber
  • Frau Sinkewitz
  • Caras Onkel Somnus
  • Herr und Frau Brusig

Zitate

„Unschlüssig blieb er stehen. Sicher war das unter den Kartons ein Einbrecher. Den sollte er befreien? Da wäre er ja ganz schön blöd. Aber er konnte ihn doch auch nicht einfach so dort liegen lassen. Die Schrankteile waren ziemlich schwer.
‚Ey, bist du noch da?‘, meldete sich die Stimme erneut. Etwas versuchte, die umgekippten Schrankteile nach oben zu drücken, schaffte es aber nicht.
‚Bist du ein Einbrecher?‘
‚Ich wohne hier, du Sumpfeule!‘
‚Du lügst! Hier wohnen Mama, Papa und ich. Ich hole jetzt die Polizei!‘
‚Nein, nicht hier in der Wohnung, sondern hier im Haus! Jetzt hilf mir bitte! Ich bekomme keine Luft mehr!‘
Jonathan zögerte. Wenn das ein Einbrecher war, dann jedenfalls kein besonders starker. Denn sonst könnte er die Schrankteile selber hochheben. Und wenn er nun erstickte? Dann wäre er schuld daran.“

„‚Was hast du die ganze Zeit gemacht?‘, hörte Jonathan von dort die müde Stimme seiner Mutter.
‚Ich weiß jetzt, welcher Fehler in der Berechnung der Sturmschäden-Wahrscheinlichkeit für den Südschwarzwald steckt‘, verkündete sein Vater aufgeregt.“

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Interview mit dem Autor zum Buch

Persönliche Bewertung

Freche Gespenstergeschichte, leider etwas uninspiriert geschrieben.

3 von 5

„Cara“ erscheint in einer sehr ansprechenden Aufmachung mit modernem Cover und Silhouetten-Illustrationen im Inneren des Buches. Die recht kurzen Kapitel und die große Schrift teilen die Geschichte in kleine, zielgruppengerechte Portionen auf und lassen sich leicht lesen. Leider fehlt es dem Buch ein wenig an ansprechender Ausdrucksweise, man vermisst Metaphern, lautmalerische Sprache und Poesie, wie sie andere Geschichten für die gleiche Altersgruppe bieten.

Positiv ist vor allem der Humor der Geschichte anzumerken: Cara selbst ist eine sympathische und gewitzte Figur, die Leser schnell ins Herz schließen und sich vielleicht sogar mit ihr identifizieren. Eine großartige Figur ist auch der Vater von Jonathan, der zu jeder Tages- und Nachtzeit Wahrscheinlichkeitsberechnungen anstellt. Inhaltlich erzählt Ralf Leuther eine recht spannungsvolle Geschichte, die unterhalten und nicht moralisieren möchte. Der Autor zeigt jedoch nebenbei auf, wie ein Schüler in der Schule, der selbst gehänselt wird, seinen Frust an andere weitergibt und sich freut, sich nun seinerseits über jemanden lustig machen zu können. Ein verbreitetes Motiv, das die Zielgruppe sicherlich aus dem eigenen Umfeld kennt.

Fazit

„Cara“ ist eine leicht lesbare Geschichte um ein aufgewecktes, sympathisches Gespenstermädchen, die unterhält, jedoch etwas inspirierter und anspruchsvoller geschrieben sein könnte.

ISBN10
3522183126
ISBN13
9783522183123
Dt. Erstveröffentlichung
2012
Gebundene Ausgabe
168 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 8 Jahren