Bruno, der Junge mit den grünen Haaren

Autoren
Illustrator
Annette Swoboda
Verlag
rororo rotfuchs

Zusammenfassung zu “Bruno, der Junge mit den grünen Haaren”

Bruno ist ein Junge, der sich nicht die Haare waschen möchte. Dass ihn seine Mitschüler deswegen hänseln und er seine Mutter und Oma zur Verzweiflung treibt, stört ihn dabei nicht. Doch dann findet er eines Tages im Badezimmer dieses schöne grüne Stück Seife. Bruno wäscht sich damit die Haare – und die sind anschließend grün! Seine Mutter ist entsetzt, und der Direktor bestellt Mutter und Sohn zur Schule. Bruno muss anschließend eine Mütze tragen, doch dann meldet sich die Firma Saubermann & Söhne, die die Seife hergestellt hat und möchte Bruno zum Werbestar machen…

Wichtige Charaktere

  • Bruno
  • seine Mutter
  • Brunos Oma
  • der Direktor
  • Betty Kröger
  • Firma Saubermann & Söhne

Zitate

„Bruno kam von der Schule nach Hause und verstand erst mal gar nicht, was los war, denn seine Mutter nahm ihm die Mütze vom Kopf, wuschelte durch seine grünen Haare, zog ihn aus der Haustür, und die beiden fuhren mit der Straßenbahn bis ans andere Ende der Stadt. Dann ging s noch ein paar Meter zu Fuß, und schließlich standen sie vor der Seifenfabrik. Zu ihrer Überraschung wurden sie schon von einigen piekfein angezogenen Herren in Anzügen erwartet. Für Brunos Mutter hatte der eine sogar einen großen Strauß Blumen im Arm. ‚Herzlich willkommen bei Saubermann & Söhne“, sagte er und verbeugte sich.“

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Bruno, der Junge mit den grünen Haaren
Brunos Weihnachten

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Persönliche Bewertung

Humorvolle Geschichte, die vor allem mit ihrem prominenten Verfasser glänzt

3 von 5

Ben Becker ist ein brillianter Schauspieler und ein großer Name. Ein Bilderbuch aus der Feder einer solchen Berühmtheit zieht natürlich die Blicke auf sich, macht neugierig und skeptisch zugleich. Die Skepsis ist in diesem Fall leider nur zu berechtigt. Ben Beckers Humor ist der Geschichte anzumerken, doch ist er eben kein Schriftsteller. Der Schreibstil muss sich zwar nicht verstecken, kann jedoch leider nur als Durchschnitt bezeichnet werden. Die bunten kindgerechten Illustrationen der beliebten Annette Swoboda helfen der Geschichte zumindest zu einem gewissen Maß über diese sprachlichen Mängel hinweg. Eine gewisse Spannung vermag der Autor aufzubauen, wenn sich der Leser fragt, welche Konsequenzen sich aus Brunos grünen Haaren ergeben oder wie sich sein Leben nach der Vermarktung seiner Haare und seines Gesicht verändern wird.

Die Idee hinter der Geschichte hätte Potenzial für eine subtile kritische Auseinandersetzung mit dem Anderssein und der Engstirnigkeit (warum eigentlich sollte ein Kind KEINE grünen Haare haben?!), mit der Vermarktung von Kindern für den Profit eines Unternehmens und der Werbung allgemein. Es mag nicht der Ansatz des Buches gewesen sein, und so wird zwar eine nette Geschichte erzählt, ein hoher Anspruch kann dem Buch jedoch nicht bescheinigt werden. Ob Kinder zudem mit dem offenen und für Erwachsene etwas unbefriedrigenden Ende zufriedenzustellen sind, ist eine andere Frage.

Fazit

Bei aller Bewunderung für Ben Beckers schauspielerisches Talent und den Anspruch seiner Rollen – ein Schriftsteller ist er offensichtlich nicht. Für weitere Bücher würde sich die Kooperation mit einem talentierten Autoren anbieten, der die humorvollen Ideen des Autors in eine sprachlich attraktivere Form bringt.

ISBN10
3499215039
ISBN13
9783499215032
Dt. Erstveröffentlichung
2009
Taschenbuchausgabe
38 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 5 Jahren

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