Bitte anstellen!

Autoren
Illustrator
Tomoko Ohmura
Übersetzer
Ursula Gräfe
Verlag
Moritz Verlag

Zusammenfassung zu “Bitte anstellen!”

Eine Möwe fordert 50 verschiedene Tiere auf sich anzustellen. Der Frosch, der sich noch fragt, was das alles soll, und vor dem Holzschild mit der Aufschrift „Bitte anstellen“ hockt, muss sich natürlich ganz hinten anstellen. Schließlich ist er Nummer 50. Vor ihm warten 49 weitere Tiere darauf, dass es endlich los geht. Wofür sie anstehen, das ist die große Überraschung des Buchs und bis sie gelüftet wird, gibt es allerlei Interessantes in den einzelnen Abschnitten der Warteschlange zu entdecken. Mit Sprechblasen begleitet die Wartenden auf jeder Doppelseite die kecke Möwe, der eine wichtige Rolle in der Geschichte zukommt…

Zitate

„Huch! Was ist denn da? Gehen wir mal hin!“

„‚Uahh! Das dauert ja ewig.‘
‚Uahh! Hör auf zu gähnen! Das steckt an.‘
‚Gleich ist es so weit!'“

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Leseprobe beim Verlag

Persönliche Bewertung

Mit 50 Tieren kann das Warten so schön kurzweilig sein!

5 von 5

Klappt man die beiden Umschlagdeckel auseinander, bekommt man einen kleinen Vorgeschmack auf das, was einen in diesem Bilderbuch von Tomoko Ohmura erwartet: Viele verschiedene Tiere, die alle Teil einer langen Warteschlange sind. Und völlig realitätsnah, wie aus einem Vergnügungspark bekannt, dauert das Warten länger als die eigentliche Attraktion. Wer nun aber denkt, ein Buch über wartende Tiere müsse alleine schon um des Wartens willen langweilig sein, wird nach der Lektüre dieses äußerst humorvollen und spannenden Buchs eines Besseren belehrt.

Bis zum Höhepunkt der Spannung, dem Grund des Anstellens, unterhält Ohmura ihre Leser mit Episoden aus der Warteschlange. Von hinten, dem letzten Tier, wird sich so kurzweilig bis zum Beginn der Schlange vorgearbeitet. Ob ein Stinktier, ein quengeliges Känguruh-Kind oder das Schaf, was nicht aufrücken will – in jedem Abschnitt passieren interessante Dinge. Dabei berücksichtigt die Illustratorin auch, in welcher Beziehung die Tiere zueinander stehen: Ein zittriges Zebra ist zwischen einem hungrigen Löwen und einem Tiger eingeklemmt. Besonders kreativ ist ein Panda, er schlägt vor, „Wörterkette“ zu spielen. (Etwas unpassend für kritische Leser ist dabei leider der Beitrag des Bären, der das Wort „Suppenhühner“ nennt). Eine lustige Möwe versucht bei allem ihr Bestes, um die Ungeduldigen zu besänftigen.

Um zu verdeutlichen, dass es sich hier um eine lange Warteschlange handelt, lässt Ohmura ihre gezeichneten Tiere nicht an einem Ende des Blatts enden, sondern der fehlende Teil erscheint eine Seite später, nach dem Umblättern. Die Überraschung wird schließlich gebührend mit einer aufklappbaren Doppelseite als Panoramabild inszeniert (kennt man den Inhalt, versteht man die Größe umso mehr). Der Leser findet sich bei genauerer Betrachtung in dem kleinen Frosch wieder, der sich als letztes anstellt und der am Anfang noch ein Fragezeichen über seinem Kopf trägt. Am Ende des Buchs steht dort stattdessen eine Musiknote. Außerdem befindet sich auf der letzten Seite ein Fahrschein mit allen Tieren sowie dem Fahrer und dem Reiseleiter.

Fazit

Schade, dass Warten nicht immer so amüsant verläuft wie bei „Bitte anstellen!“. Tomoko Ohmura hat ihre lustige und kreative Idee, bei der man sogar etwas lernen kann (zählen und Tiernamen), mit lebendigen Tierzeichnungen überzeugend umgesetzt. Wie die Tiere im Buch werden sich wohl auch die Leser immer wieder gerne anstellen!

Originaltitel
Nan no gyoretsu
ISBN10
3895652458
ISBN13
9783895652455
Dt. Erstveröffentlichung
2012
Gebundene Ausgabe
44 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 3 Jahren

Eine Antwort zu
Bitte anstellen!

  1. Sanne Glanz

    5 von 5

    ……….unter gut 3 Dut­zend getes­te­ter Bil­der­bü­cher gefiel mir das heu­te AM BES­TEN 

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