In 80 Tagen um die Welt

Autoren
Illustrator
Robert Ingpen
Übersetzer
Maja Ueberle-Pfaff
Verlag
Knesebeck Verlag

Zusammenfassung zu “In 80 Tagen um die Welt”

Der exzentrische, wohlhabende Professor Phileas Fogg hat sich in den Kopf gesetzt, die Erde mittels damaliger, moderner Transportmittel in 80 Tagen zu umrunden. Er schließt über dieses kühne Vorhaben auch eine Wette ab und bringt dafür einen hohen Einsatz – zwanzigtausend Pfund. Kaum ist die Wette in einem exklusiven Londoner Club abgeschlossen, setzt er sein Vorhaben auch schon in die Tat um. Sein spontan engagierter Diener, Jean Passepartout, soll ihn begleiten. Fogg, der mit den zwanzigtausend Pfund die Hälfte seines gesamten Vermögens einsetzt, benötigt für die Durchführung seines Vorhabens noch einmal die gleiche Summe. Verlöre er die Wette, stünde er mittellos da. Seine überstürzte Abreise bringt ihn in den Verdacht, einen Banküberfall begangen zu haben, zumal das Gespräch im Club, das letztlich zum Abschluss der Wette führt, sich auch um einen dreisten Banküberfall mit einer Beute von über fünfzigtausend Pfund drehte. Fogg und Passepartout nutzen zunächst den Land- und Wasserweg – sie fahren mit der Eisenbahn, einem Postdampfer und einem Frachter – und sie reiten sogar auf dem Rücken eines indischen Elefanten, um ihr Vorhaben zum Erfolg zu führen. Ob die beiden wackeren Männer die Umrundung der Erde in der vorgegebenen Zeit schaffen, bleibt äußerst spannend, denn Fogg muss den Verdacht, mit dem Bankraub nichts zu tun zu haben, aus der Welt schaffen und ist ständig auf der Flucht vor Detective Fix.

Wichtige Charaktere

  • Professor Phileas Fogg
  • sein französischer Diener Jean Passepartout
  • Fürstin Auda
  • Detective Fix

Interpretation

Der Roman enthält mehr als nur einen Hauch von Abenteuer – Jules Vernes Idee einer Wette, die Erde innerhalb einer Frist von 80 Tagen zu umkreisen, zieht die Leser auch nach über hundert Jahren der Entstehung des Romans noch immer in seinen Bann. Auch schuf die Romanhandlung Nachahmer und inspirierte Drehbuchautoren, das Werk dieses großartigen Schriftstellers filmisch umzusetzen. Das Wagnis, das nur mit großer Entschlossenheit und Kühnheit realisierbar ist, faszinierte Vernes Leser des 19.Jahrhunderts bis in die heutige Gegenwart. Die Romanfiguren, die Verne für das Abenteuer schuf, haben beide interessante Lebensläufe – Fogg, der attraktive Gentleman der Londoner Upperclass, dazu noch ein Junggeselle, und Passepartout, der in einem Zirkus arbeitete oder sich als Gymnastiklehrer verdingte – beide sind unerschrocken, und jeder für sich ein Mann der Tat. So verwundert es nicht, dass gerade diese beiden Männer zu dieser ungewöhnlichen Weltreise aufbrechen. Die Unterschiedlichkeit der beiden Akteure, der pedantische Phileas Fogg und sein etwas chaotische Diener Passepartout, macht die Handlung unterhaltsam, ebenso wie Vernes oft süffisanter Stil. Die Leser erleben die Reise hautnah mit, samt den Hindernissen, die die Protagonisten überwinden müssen, und können sich von so viel Spontaneität und Abenteuerlichkeit inspirieren lassen.

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Ausführliche Leseprobe (bis Kapitel 19) beim Verlag

Persönliche Bewertung

Voller Spannung, Witz, großen Abenteuern und 70 Illustrationen von Robert Ingpen!

5 von 5

„In 80 Tagen um die Welt“ gehört zu Recht in die lange Reihe der Literaturklassiker und ist bei jungen wie älteren Lesern äußerst beliebt. Atemberaubende Landschaften, Begegnungen mit fremden Völkern und die eigenwilligen Charaktere der Romanfiguren machen dieses Buch zu einem lohnenswerten Leseerlebnis. Jules Verne brachte nicht nur durch die abenteuerliche Reise Spannung in die Handlung, sondern auch mit der Verflechtung einer zweiten, parallelen Handlung – nämlich der des ungeklärten Bankraubes, bei dem Professor Fogg zu Unrecht verdächtigt wird. Diese zunächst unwichtig erscheinende Episode wirkt sich jedoch bedeutend auf den Verlauf der Ereignisse aus, da der Erfolg der Wette für Fogg dadurch auf dem Spiel steht. Auch die Überwindung von Hindernissen – als beispielsweise eine Bahnstrecke in Indien noch gar nicht fertiggestellt ist – meistern die beiden Reisenden mit steter Beharrlichkeit. Ebenso Verwicklungen und Komplikationen, die Fogg und Passepartout unterwegs erwarten – so verlieren sie sich unterwegs einmal, doch in San Francisco kommen sie dennoch pünktlich an und können ihren Zeitplan einhalten. Auch andere Unterbrechungen stören immer wieder den Zeitplan und setzen den Erfolg der Wette aufs Spiel – so verstand es Jules Verne stets, die Leser mitzureißen und sie mit viel Spannung und Witz zu unterhalten. Die Leser zählen fieberhaft mit, ob Fogg und Passepartout die Zeit am Ende reichen wird – die Spannung hält sich im Buch vom Anfang bis zum Ende.

Fazit

Jules Verne schuf mit seinem Roman „In 80 Tagen um die Welt“ eine spannungsvolle Handlung mit interessanten Figuren voller Gegensätze. Ungekürzt, mit 70 farbigen Illustrationen von Robert Ingpen, gebunden und mit Schutzumschlag erweist sich diese Ausgabe des Klassikers als perfektes Geschenk für große und kleine Bücherfreunde!

Originaltitel
Le tour du monde en quatre-vingts jours
ISBN10
3868734910
ISBN13
9783868734911
Dt. Erstveröffentlichung
2012 (1873)
Gebundene Ausgabe
224 Seiten
Empfohlenes Lesealter
Ab 8 Jahren

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